Statstik: Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im November 2020 um 7,4% niedriger als im November 2019.

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im November 2020 um 7,4% niedriger als im November 2019. Bild: Destatis.

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Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im November 2020 um 7,4% niedriger als im November 2019. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren sie gegenüber dem Vormonat Oktober 2020 unverändert.

Preise für tierische Erzeugnisse um 13,5 % gesunken

Die Preise für tierische Erzeugnisse gingen im November 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,5% zurück. Damit verstärkte sich der Rückgang im Vorjahresvergleich nochmals, im Oktober hatte er -11,3% betragen. Er kommt vor allem durch die bereits seit einigen Monaten sinkenden Preise für Schlachtschweine und erstmals auch durch stärkere Preisrückgänge für Kühe zustande.

Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 3,4% gestiegen

Im Gegensatz zu den tierischen Erzeugnissen stiegen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im November 2020, wie bereits im Oktober, gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,4%. Der Anstieg ist vor allem auf den um 11,7% höheren Preis für Getreide (insbesondere Brot- und Futterweizen) zurückzuführen. Es ist davon auszugehen, dass sich das Angebot im November 2020 aufgrund von Ernteausfällen infolge der Frühjahrstrockenheit weiter verknappt hat. Die Entwicklung kann bereits seit September 2020 beobachtet werden. Die Reduzierung der Anbaufläche und dadurch bedingt eine geringere Weizenernte spielt vermutlich auch eine Rolle. Des Weiteren ist eine erhöhte Nachfrage nach Weizen aus den Importländern zu beobachten, die vermutlich ebenfalls zum Preisanstieg beigetragen hat.

Auch beim Obst kam es zu Preissteigerungen: Die Preise lagen im November 2020 um 35,3% höher als im November 2019. Besonders auffällig waren hierbei die gestiegenen Erzeugerpreise für Tafeläpfel (+27,6%). Diese Preissteigerung ist hauptsächlich durch frostbedingte Ernteausfälle in Teilen von Deutschland begründet.

Für Speisekartoffeln hingegen sinken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat bereits seit einigen Monaten. Im November 2020 waren sie 49,2% billiger als im Vorjahresmonat, von Oktober 2019 auf Oktober 2020 lag die Veränderung bei -46,1%. Hierfür dürfte vor allem die fehlende Nachfrage der Gastronomie ausschlaggebend sein. Die Preise gegenüber dem Vormonat stiegen hingegen erstmals seit Juni 2020 um 7,9%. Grund für die Preissteigerung gegenüber dem Vormonat ist die abgeschlossene Ernte und der Preisaufschlag durch den Verkauf von Lagerware. (Destatis)

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