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Statistik: Apfelernte 2026 unter Zehnjahresschnitt
Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204.000 Tonnen beziehungsweise 17,9% unterschritten. Trotz der vergleichsweise niedrigen Ernteerwartung bleiben Äpfel auch 2026 das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Sie werden bundesweit auf einer Fläche von 32.700 Hektar angebaut. Bezogen auf die Anbaufläche wird in diesem Jahr ein durchschnittlicher Ertrag von rund 28,6 Tonnen Äpfel pro Hektar erwartet.
Hitze, Trockenheit und Hagel führen zu Schäden bei Äpfeln und zu Ernteausfällen
Grund für die verhaltene Ernteprognose sind wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026. Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf. Zudem melden einzelne Obstbaubetriebe Hagelschäden mit punktuell fast vollständigen Ernteausfällen.
Durchschnittliche Ernte in Baden-Württemberg, größter Rückgang in Thüringen
Die erwartete Apfelernte wird vor allem durch die bedeutendsten Anbauländer Baden-Württemberg und Niedersachsen getragen. Diese beiden Bundesländer vereinen 61,1% der Apfelanbaufläche in Deutschland und erzeugen zwei Drittel der heimischen Äpfel (66,6%). In Baden-Württemberg werden auf einer Fläche von 11.600 Hektar voraussichtlich 350.000 Tonnen Äpfel geerntet, womit die erwartete Erntemenge 0,7% über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegt. In Niedersachsen wird auf einer Anbaufläche von 8.400 Hektar eine Apfelernte von 272.000 Tonnen erwartet, was einem Rückgang von ‑5,9% gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt entspricht. Die erwartete Erntemenge liegt in anderen Bundesländern teilweise noch deutlicher unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre als in Niedersachsen. Eine besonders niedrige Apfelernte wird in Thüringen (‑45,1%), Mecklenburg-Vorpommern (‑18,4%), Bayern (‑16,4%), Rheinland-Pfalz (‑15,8%), Sachsen (‑13,3%) und Hamburg (‑12,8%) erwartet. (Destatis)

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