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Schweiz: Migros manövriert Fenaco aus
In der Gemüsebranche herrscht Unruhe. Seit der Übernahme von Steffen-Ris durch die Fenaco tendiert die Migros zu einer Umverteilung bei den Zulieferern. Dies hat Folgen für die Abpackbetriebe und die Anbaugebiete. Das berichtet "schweizerbauer.ch". Die Migros habe bei den Plattformen (Händlern) eine große Umverteilung der Zwiebelliefermenge vorgenommen. Die neuen Verträge seien ab 1. September 2010 gültig und auf ein Jahr befristet. Die Überprüfung der Beschaffung von Früchten und Gemüse sei laut Olivia Luginbühl, Mediensprecherin der Migros, ein normales Vorgehen. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe – die Betroffenen waren am 25.März informiert worden – sei hingegen äußerst ungünstig gewesen, da die Zwiebeln im Seeland bereits ausgesät worden waren.
Wie der "Schweizer Bauer" in Erfahrung bringen konnte, würden den Produzenten im Seeland und in der Westschweiz die Abnahmeverträge um 1.500 Tonnen gekürzt. Zwiebellieferungen nach dem 1. September müssten mit den neuen Plattformen ausgehandelt werden. Gemäß Hans-Peter Kocher, Fachstellenleiter Gemüsebau am Inforama Ins, würden die 1.500 Tonnen einer Fläche von 30 bis 33 Hektar entsprechen, also rund einem Fünftel der im Seeland angebauten Zwiebelfläche. (hr)

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