Schweiz: Chicorée - aus dem Dunkel auf den Teller

Chicorée ist vor allem im Winter ein beliebter Salat. Seine Produktion ist aufwändig, belohnt wird man mit seinem charakteristischen Geschmack.

Nach dem Roden der Wurzeln wächst der Chicorée in dunklen Räumen. Bild: lid.ch.

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Der Chicorée liebt die Dunkelheit. Licht und Wärme hingegen mag er nicht. Er reagiert darauf mit Bitterkeit. Deshalb wächst er nach dem Roden der Wurzeln nicht auf dem Feld, sondern in Räumen ohne Lichteinfall. Aus diesem Grund ist der Chicorée gelblich mit höchstens zartem Grün. Eine gewissen Bitterkeit weist der Chicorée dennoch auf, das macht auch seinen Charakter aus.

Ursprünglich stammt der Chicorée aus Belgien. Deshalb ist er auch unter dem Namen Brüsseler bekannt. Die größten Anbaugebiete des Gemüses liegen nach wie vor in Belgien, den Niederlanden und Frankreich. In der Schweiz wird Chicorée ebenfalls angebaut. Im Jahr 2018 wurden gut 6.000 Tonnen geerntet, weitere 2.500 Tonnen kamen aus dem Ausland.

Der Anbau ist aufwändig. Zunächst müssen auf dem Feld die Samen ausgebracht werden. Er wächst danach nur langsam, die Wurzel dringt weit in den Boden ein. Schließlich wird die Wurzel gerodet und in Kühlräumen gelagert. Dann werden die Wurzeln in den lichtdichten Räumen aufgestellt, wo sie austreiben und der Chicorée geerntet werden kann. (LID CH)

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