Schleswig-Holstein: Himbeeren sind jetzt reif

In Schleswig-Holstein ist mit geschätzten 70 ha Anbaufläche der Himbeeranbau eine eher kleine Kultur.

Die Landwirtschaftskammer erwartet eine Erntemenge von etwa 500 t Himbeeren. Bild: GABOT.

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Der Himbeeranbau ist mit geschätzten 70 ha Anbaufläche in Schleswig-Holstein eine eher kleine Kultur, bundesweit 1.032 ha meldet das Statistische Bundesamt aktuell. Geschmacklich und in der Verwendungsvielfalt zählt die Himbeere aber zu den ganz Großen. In der Internet-Datenbank der Landwirtschaftskammer „Einkauf beim Erzeuger“ sind 21 Direktvermarkter erfasst, bei denen jetzt die Himbeerfrüchte heranreifen und auf die Verbraucher*innen warten. Das sind ca. 80% der Himbeerproduzenten in unserem Land.

Himbeeren werden überwiegend direkt vermarktet

Die Landwirtschaftskammer erwartet eine Erntemenge von etwa 500 t. Nur ein geringer Teil gelangt über die Fruchthändler, den Großmarkt Hamburg oder durch eigene Anlieferung in die Theken des Lebensmitteleinzelhandels. Der weitaus größte Teil der süßen Früchte wird direkt an die Verbraucher verkauft – oder direkt vom Feld von den Kunden selbst gepflückt. Diese Frische schmeckt man.

Himbeeren sind von ihren Inhaltsstoffen her regelrechte „Mineralstoffpräparate“: Auffallend hoch ist ihr Gehalt an Magnesium (30 mg/100 g Frischfrucht), ebenso wie an Kalzium (40 mg) und Kalium (170 mg). Sie enthalten zahlreiche bioaktive Substanzen und haben eine gesundheits- und schönheitsfördernde Wirkung. Sie lindern fiebrige Erkrankungen, machen die Haut elastisch und das Haar glänzend.

Da die sehr zarten Früchte empfindlich auf Wind, Starkregen und Hagel sowie auf anhaltende Regenfälle reagiert, entwickelt sich die Produktion der Himbeeren mehr und mehr in den geschützten Anbau. Mit Foliendächern werden die Früchte so vor größeren Schaden geschützt. Sie werden weniger nass, sodass deutlich weniger Pflanzenschutz erfolgen muss. Manche Betriebe verzichten schon vollständig auf Pflanzenschutz und setzen zur Bekämpfung von Läusen und Spinnmilben Nützlinge ein. „Somit erledigen z. B. Schlupfwespen und Raubmilben die Gesunderhaltung der Pflanzen“, sagt Tilman Keller, der Beerenobstberater des Obstbauversuchsringes des Alten Landes e. V., der die Beratung der Beerenobstbetriebe in Schleswig-Holstein übernimmt.

Parallel zur Fruchtentwicklung wachsen jetzt schon die Triebe für die Ernte im Folgejahr hoch. Spätfröste in diesem Jahr haben die Tragruten gestresst, sodass die Ernte der edlen Himbeeren dieses Jahr etwas schwächer ausfallen wird. Aber das schöne Wetter dieser Tage sorgt für sehr gute Qualitäten. (LKSH)

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