Saisonbeginn: Zeit für Tulpen

Die Tulpensaison hat begonnen. Das bedeutet, dass diese uralten und dennoch hippen Blumen wieder überall erhältlich sind.

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Hurra! Die Tulpensaison hat begonnen. Das bedeutet, dass diese uralten und dennoch hippen Blumen wieder überall erhältlich sind. Aber woher kommt die Tulpe eigentlich? Und wie kann eine Blume aus einer Blumenzwiebel wachsen?

Tulipa
Wussten Sie eigentlich, dass der Name dieser schönen Blume nicht von ungefähr kommt? Das Wort Tulpe stammt vom lateinischen Begriff Tulipa. Und das bedeutet: die Blume, die einem Turban ähnelt. Ursprünglich stammen die Tulpen aus der Türkei, wo sie im Mittelalter gezüchtet und gehandelt wurden. Es war damals ganz normal, dass die Männer in der Türkei einen Turban trugen. Ganz schön passend der Name, nicht?

Einfach unbezahlbar
Von 1634 bis 1637 war ganz Holland im 'Tulpenfieber'. Tulpenzwiebeln waren damals kostbar. Und nicht nur teuer, sondern praktisch unbezahlbar. Nur die Reichen konnten sich Tulpenzwiebeln leisten. Vor allem geflammte und gestreifte Sorten waren in Mode. Die Tulpenzwiebel schien eine gute Investition zu sein, da sie so wertvoll war. Viele wollten damit reich werden und setzten ihren gesamten Besitz für eine einzige Zwiebel aufs Spiel. Sie erhielten zwar einen Eigentumsnachweis für die besagte Zwiebel, die angeblich irgendwo auf einem Feld wuchs. Die Idee hinter dieser besonderen Investition war, den Eigentumsnachweis mit (möglichst viel) Gewinn wieder zu verkaufen. Die Preise für so einen Eigentumsnachweis schnellten rapide in die Höhe: sie hatten letztendlich den Wert eines Grachtenhauses in Amsterdam. Eine ganze Menge dieser Dokumente erwies sich als gefälscht, wodurch diese Goldsucher ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Von der Zwiebel zur Blume
Was muss nun eigentlich genau geschehen, ehe eine Blume aus einer Tulpenzwiebel wächst? Tulpenzüchter sind Experten auf diesem Gebiet. Im Betrieb eines Tulpenzüchters erleben Tulpenzwiebeln zunächst eine Kälteperiode. Die brauchen sie auch, um wachsen und blühen zu können. Nach einiger Zeit in der Kälte werden die Tulpen in Kästen gepflanzt, um anschließend in eine spezielle Kühlzelle gebracht zu werden. Wenn sie lange genug kühl gelagert waren, dürfen sie endlich in ein herrlich warmes Gewächshaus. Sobald die Tulpenzwiebeln Wärme spüren, beginnt ein Stängel mit Blatt zu wachsen. Nach drei Wochen kommen auch die Blütenknospen zum Vorschein. Das ist der Moment, in dem die Tulpen reif sind, um geschnitten zu werden.

Formen und Farben
Tulpen in allen Farben peppen Ihr Heim nach den kalten Wintermonaten sogleich auf. Dank der Veredler, die sich in den vergangenen Jahrhunderten intensiv mit dem Kreuzen von Tulpen beschäftigt haben, wird inzwischen eine unglaubliche Anzahl von Blütenfarben und -formen auf dem Markt angeboten. Es gibt nicht nur einfache und doppelblütige Tulpen, sondern beispielsweise auch lilienblütige und ausgefranste Tulpen.

Tulpen versorgen
Natürlich möchten Sie an Ihren Blumen so lange wie möglich Freude haben. Aber wie versorgt man einen Tulpenstrauß eigentlich am besten? Schneiden Sie die weichen Stängel der Tulpen schräg ab. Das Blatt kann am Stängel bleiben, denn es verfault nicht im Wasser. Stellen Sie die Tulpen in eine saubere Vase mit Leitungswasser auf Zimmertemperatur. Stellen Sie die Tulpen an eine nicht zu warme Stelle, weit von der Obstschale entfernt. Sie werden sehen, dass die Tulpen in der Vase weiterwachsen, bis bald ein natürliches Kunstwerk entsteht.  

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