Royal FloraHolland: Hohe Preise für Schnittblumen in der erste Julihälfte

In den ersten beiden Juliwochen 2016 waren die Preise für Schnittblumen extrem hoch. Der Durchschnittspreis der Blumen lag nicht weniger als 28% über dem Stand des Vorjahres.

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In den ersten beiden Juliwochen 2016 waren die Preise für Schnittblumen extrem hoch. Der Durchschnittspreis der Blumen lag nicht weniger als 28% über dem Stand des Vorjahres.

Im Jahr 2015 war in der ersten Hälfte des Monats Juli schönes Sommerwetter, wodurch die Preise relativ niedrig waren. Dieses Jahr war es in der gleichen Periode noch nicht wirklich sonnig und warm, wodurch die Nachfrage nach Blumen auf einem guten Stand blieb. Die Folge ist ein höherer Preisstand.

Royal FloraHolland verzeichnete einen Umsatzanstieg von 14,6%, was ein gutes Ergebnis für die Sommerperiode ist. Zimmer- und Gartenpflanzen blieben hinter dieser Entwicklung zurück. Der Preisanstieg bei diesen Produktgruppen lag nur bei 2 bis 3%.

Die kumulierte Umsatzsteigerung lag bei 4,35%. Wenn wir die Korrektur der 1. KW und die geringere Zahl der Auktionstage in der 52. KW berücksichtigen, liegt das kumulierte Wachstum bei 1,5%. Keine Zunahme bei Direkthandel Trotz der guten Preisbildung bei Schnittblumen stieg der Anteil des Direkthandels nicht. Man würde erwarten, dass die Exporteure bei guter Nachfrage nach Produkten mehr Produkte für den Direkthandel festlegen würden. Das war jedoch nicht der Fall. Das Risiko von Sommerwetter und dem dadurch bedingten Entfallen der Nachfrage ist offensichtlich zu hoch, um im Voraus viele Produkte festzulegen. Der Anteil des Direkthandels nahm bei Schnittblumen um 1,4 Prozentpunkte auf 30,7% ab. Die Verhältnisse zwischen den einzelnen Schnittblumen änderten sich jedoch kaum. Es gab einen hohen Anteil Gerberas, Lilien und Freesien. Bei den Chrysanthemen und Rosen lag der Beitrag etwas über dem Durchschnitt und einen geringen Anteil verzeichneten Hortensien, Zantedeschien und Sommerblumen.

Bei den Pflanzen nahm der Anteil des Absatzes im Direkthandel jedoch zu. Sowohl bei den Zimmerpflanzen als auch bei Gartenpflanzen stieg der Anteil um über 1 Prozentpunkt. Bei den Zimmerpflanzen bis auf 76,9% und bei den Gartenpflanzen bis auf 63,6%.

Große Unterschiede bei Exportzahlen
Die Exportzahlen des Monats Juni sind die letzten verfügbaren Zahlen des Jahres 2016. In diesem Monat stieg der Export von Blumen und Pflanzen um 0,9%. Die Pflanzen machten sich mit einem Plus von 1,6% etwas besser als die Blumen, die nur um 0,3% stiegen.

Sowohl bei den Blumen als auch bei den Pflanzen verzeichneten die einzelnen Länder sehr unterschiedliche Ergebnisse. So nahm der Export nach Großbritannien, Polen und Italien ab, während bei Deutschland, Frankreich und Österreich ein Anstieg zu verzeichnen war.

Der kumulierte Export stieg um 2,5%, wobei die Schnittblumen um 1,3% stiegen und die Pflanzen um 4,5%.

Genau wie im Mai lag der Anstieg bei der Royal FloraHolland im Juni 2016 höher als beim Export.

Umsatzanstieg bei Schnittblumen um 27%
Die Schnittblumen haben eine gute Periode hinter sich. In der Periode von Mitte Juni bis Mitte Juli 2016 stieg der Umsatz um 27%. Die Anlieferung nahm um 1% ab, während der durchschnittliche Preis um 28% stieg. Die Preise stiegen auf der ganzen Linie. Nur Nelken und Cymbidien blieben mit einem Preisanstieg von 7 bis 8% etwas zurück. Die Rosen lagen mit den angelieferten Stückzahlen 3% niedriger. Dies wurde größtenteils durch Gerberas und Lilien wieder ausgeglichen, denn bei beiden stieg die Anlieferung um 7%.

Umsatzanstieg bei Zimmerpflanzen um 2,4%
Auch bei den Zimmerpflanzen sank die Anlieferung um 1% und der Durchschnittspreis stieg nur um 3%. Die stärkere Nachfrage nach Schnittblumen und der daraus resultierende Preisanstieg hatte keinen Einfluss auf die Zimmerpflanzen. Die Zimmerpflanzen endeten bei einem Durchschnittspreis von 1,60 Euro und auch das ist hoch für diese Zeit des Jahres, jedoch nicht so extrem wie bei den Schnittblumen.

Die Anlieferung von Phalaenopsis blieb gleich und auch der Durchschnittspreis änderte sich im Vergleich zu 2015 kaum. Kalanchoe und Topfrosen machten sich in dieser Hinsicht mit einem Umsatzanstieg von 11%, der hauptsächlich durch bessere Preisbildung erzielt wurde, etwas besser.

Umsatz von Gartenpflanzen sank um 10%
Die Anlieferung sank um 12%, der Durchschnittspreis lag 2% höher. Fast auf der gesamten Linie nahm die Anlieferung ab. Nur die Anlieferung von Nelken für den Garten stieg um 14% in Kombination mit einem um 12% höheren Durchschnittspreis. 

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