ProSpecieRara kann nicht genehmigte Kartoffeln pflanzen

ProSpecieRara erzielt einen Teilerfolg: Die Organisation zum Erhalt der genetischen Vielfalt in der Schweiz darf fünf Kartoffelsorten im kleinen Rahmen weiter anpflanzen.

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ProSpecieRara erzielt einen Teilerfolg: Die Organisation zum Erhalt der genetischen Vielfalt in der Schweiz darf fünf Kartoffelsorten im kleinen Rahmen weiter anpflanzen. Damit kommt der Bund der Organisation entgegen, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Der Verkauf bleibt aber verboten. Darauf einigten sich das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und ProSpecieRara am Donnerstag, 14. Mai 2009. Das BLW hatte Ende April einen Antrag auf kommerzielle Nutzung gewisser alter Kartoffelsorten nicht genehmigt.

An diesem Entscheid ändert sich nichts. Die Kartoffelsorten verfügen nämlich nicht über einen ausreichenden Schweizer Hintergrund für die kommerzielle Nutzung. "Die Kartoffeln in den bereits angepflanzten Flächen dürfen aber weiter gedeihen", sagte Hans Dreyer vom BLW auf Anfrage der SDA. Sie dürfen aber nicht in den grossflächigen Anbau kommen. In der Fachsprache heißt das, es darf keine Vermehrung der Kartoffeln stattfinden.

Jedes Land habe gemäß Völkerrecht den Auftrag, seine pflanzengenetischen Ressourcen zu erhalten, sagte Dreyer. Entsprechend diesem Auftrag konzentriere sich die Schweiz zur Nutzung und Erhaltung von alten Sorten, die gut an die hiesigen Bedingungen angepasst sind. Der Bund wolle es jedoch ermöglichen, dass Bauern auch gewisse andere Pflanzen anbauen könnten, sagte Dreyer. "Hier suchen wir aber noch nach einer klugen Lösung, die dem internationalen Recht entspricht."

Insgesamt hatte ProSpecieRara für 15 Kartoffelsorten eine Genehmigung beantragt, 8 davon genehmigte das BLW. Bei den fünf nicht genehmigten Sorten handelt es sich um "Corne de gatte", "Vitelotte noire", "Roosevelt", "Highland Burgandy Red" und "Patates Verrayes".

Bei seinem Entscheid beruft sich das BLW auf die Saat- und Pflanzengutverordnung. ProSpecieRara befürchtet daher auch Konsequenzen für ihre Gemüsesorten. Von 500 Sorten im Angebot von ProSpecieRara droht der Hälfte das Aus. Dies sucht ProSpecieRara unter anderem mit der Kampagne "Vielfalt für alle" zu verhindern. (lid)

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