Osterweddingen: Gewächshäuser der Joris-Gruppe an Investor verkauft

Die Wimex Agrarprodukte und Export GmbH aus Baasdorf bei Köthen übernimmt eines der größten deutschen Gewächshäuser und plant den Anbau von Tomaten, Gurken und Paprika.

Die Wimex Agrarprodukte und Export GmbH aus Baasdorf bei Köthen übernimmt eines der größten deutschen Gewächshäuser und plant den Anbau von Tomaten, Gurken und Paprika. Bild: GABOT.

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Den Insolvenzverwaltern der Joris-Gruppe, Heitje Thürnagel, Rüdiger Bauch, Stefan Ludwig und Tobias Hirte (alle Schultze & Braun), ist es gelungen, einen Investor für das von der Joris-Gruppe betriebene Gewächshaus in Osterweddingen zu finden. Bei dem Gewächshaus handelt es sich um eines der größten Glasgewächshäuser in Deutschland. Käufer ist die Wimex Agrarprodukte und Export GmbH aus Baasdorf bei Köthen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Wimex plant, in Osterweddingen bereits in diesem Jahr die ersten regionalen Produkte unter Glas anzubauen. So sollen unter der Marke „Bördegarten“ unter anderem Tomaten, Gurken und Paprika in Osterweddingen angebaut werden. Zuvor will Wimex mehrere Gebäude fertigstellen, die die Joris-Gruppe nicht mehr fertig gebaut hatte. Auch die enge Kooperation mit einem benachbarten Glaswerk, dessen Abwärme für das Beheizen der Gewächshäuser genutzt wird, bleibt bestehen. Mit dem Neustart will der Betreiber bis zu 40 Arbeitsplätze schaffen.

„Wir freuen uns sehr über den positiven Ausgang der Investorensuche. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Projekt fertiggestellt und die Gemüseproduktion wieder aufgenommen werden kann“, erklären die Insolvenzverwalter. „Das gute Ergebnis ist auch der konstruktiven Mitwirkung des Sulztaler Bürgermeisters Jörg Methner zu verdanken, der uns sehr unterstützt hat. Der lange und ausgesprochen warme Sommer hat es uns nicht leicht gemacht, weil der Markt allein durch das im Freiland angebaute Gemüse gesättigt war. So hat sich der Preis für beispielsweise Tomaten auf ein Niveau gesenkt, mit dem eine Fortführung des Geschäftsbetriebs durch die Joris-Gruppe nicht mehr möglich war.“

Die Insolvenzverwalter hatten deshalb entschieden, den Geschäftsbetrieb einzustellen und zusammen mit dem spezialisierten Beratungsunternehmen Concentro einen Käufer für das Gewächshaus zu suchen. Die Joris-Gruppe hatte das Gewächshaus lediglich ein Jahr betrieben und war im Sommer in die Insolvenz gerutscht.

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