Österreich: Landwirtschaftliche Einkommen gestiegen

Nach Einbußen in den Jahren 2018 und 2019 zeichnet sich bei den Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit für 2020 eine positive Entwicklung ab.

Der Obstbau in Österreich war 2020 von starken Frostschäden betroffen. Bild: GABOT.

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Laut der zweiten Vorschätzung im Rahmen der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) von Statistik Austria erhöhte sich das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft im Vorjahresvergleich real um 5,4%. Zuwächse in der pflanzlichen Erzeugung versus Einbußen in der tierischen Produktion. Zur Zunahme des Gesamtproduktionswerts der heimischen Landwirtschaft im Jahr 2020 trug die pflanzliche Erzeugung maßgeblich bei.

Wertmäßige Zuwächse etwa bei Getreide, Obst und Futterpflanzen ließen den pflanzlichen Produktionswert voraussichtlich um 7,6% auf rund 3,4 Mrd. Euro steigen. Auf Frühjahrsfröste und eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit folgten ab dem Frühsommer ausreichende Niederschläge, sodass das pflanzliche Produktionsvolumen höher als im Vorjahr ausfiel. Eine Ausnahme bildete der Obstbau, welcher von starken Frostschäden betroffen war. Die Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte erhöhten sich laut vorläufigen Berechnungen und Schätzungen durchschnittlich um 2,8%. Die Preisentwicklung fiel allerdings von Produkt zu Produkt recht unterschiedlich aus, mit höheren Preisen vor allem für Frischobst und hohen Einbußen bei Kartoffeln.Der Wert der tierischen Erzeugung betrug rund 3,6 Mrd. Euro (-0,6%).

Absatzprobleme und Preisrückgänge infolge der Corona-Pandemie führten zu einem deutlichen Rückgang des Produktionswerts von Rindern sowie Einbußen in der Schweineproduktion. Positiver fiel die Entwicklung – mit einem leichten wertmäßigen Anstieg infolge höherer Preise – in der Milchproduktion aus.

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