Österreich: Adventstimmung mit Weihnachtssternen

1,5 Mio. Weihnachssterne werden jedes Jahr in Österreich produziert, die die Wohnzimmer, Büros und Gaststuben der Wirtshäuser schmücken. Da der Absatz an die Hotellerie und an Firmen aufgrund von COVID-19 eingebrochen ist, hoffen Gärtner und Floristen auf Privatkunden, die ihr Zuhause dieses Jahr verstärkt dekorieren.

Weihnachtssterne aus heimischen Gärtnereien zaubern Adventstimmung ins Haus. Bild: Stars for Europe.

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Gartenbaubetriebe haben im Lockdown geöffnet und ein Besuch zahlt sich aus! In geschmückten Gewächshäusern werden Adventkränze, Adventgestecke, Weihnachtssterne, Christrosen, Weihnachtskakteen, Amaryllis und viele andere festliche Pflanzen präsentiert. Im stimmungsvollen Ambiente der heimischen Gärtnereien kommt rasch Weihnachtsstimmung auf. Auf Wunsch wird auch gerne geliefert. Sowohl Gärtnereien, als auch Floristikfachgeschäfte liefern die passenden Pflanzen, Sträuße und Gestecke für eine besinnliche Adventzeit.

„"Der Weihnachtsstern ist eine ganz besondere Pflanze, die durch ihre leuchtenden Farben stimmungsvoll zum Advent gehört. Die Wurzeln der Weihnachtssterne dürfen nie ganz austrocknen, aber auch Staunässe wird von den Pflanzen nicht gut vertragen. Das Optimum ist, wenn man den Topf in einen Kübel mit Wasser taucht und dann wieder in den Übertopf stellt. Die Färbung der Hochblätter hält länger, wenn die Pflanze eher kühl bei 12-15°C steht"“, rät die Präsidentin des Bundesverbandes der Österreichischen Gärtner Ulli Jezik Osterbauer.

Sehr hartnäckig hält sich die Annahme, dass Weihnachtssterne giftig sind. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, deren Saft bei Hautkontakt zu Hautreizungen und bei Aufnahme in den Mund zu vergiftungsähnlichen Erscheinungen und Verdauungsstörungen führt. Die Bestandteile des Saft, die Diterpene, sind jedoch nur in den Wildformen der Pflanze enthalten. In den kultivierten, handelsüblichen Weihnachtssternsorten sind diese nicht nachzuweisen. Trotzdem sollten Weihnachtssterne (so wie alle Zimmerpflanzen) nicht von Haustieren gefressen werden.

Von der Aufzucht der Sternchen

Zur heißesten Jahreszeit Ende Juni bis Mitte Juli, wenn man die Freizeit im Garten oder beim Schwimmen genießt, denkt man in zahlreichen österreichischen Gärtnereien das erste Mal an Weihnachten. In dieser Zeit werden die Stecklinge der Weihnachtssterne geliefert, die in den nächsten Wochen zu den stattlichen Pflanzen heranwachsen, die für viele Menschen wie Kekse zum Advent gehören.

Vier Wochen sind die kleinen Pflanzen alt, die von spezialisierten Jungpflanzenbetrieben geliefert werden. Je größer der fertige Weihnachtsstern zum Verkaufszeitpunkt sein soll, umso früher wird er in der Gärtnerei getopft. Die großen Weihnachtssternbäumchen werden schon ab Mitte Mai herangezogen, während die kleinen Miniweihnachtssterne erst Ende August ihren Platz im Gewächshaus beziehen.

Bereits ab der zweiten Woche werden Nützlinge im Gewächshaus ausgebracht. Mit Hilfe von Schlupfwespen, Raubmilben, Marienkäfern und Co. werden Schädlinge in Schach gehalten und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Pflanzen gut ernährt sind und somit weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Die roten Hochblätter (nicht Blüten!) der Weihnachtssterne entstehen durch die Tageslänge. Gibt es weniger als zwölf Stunden pro Tag Tageslicht beginnen die Blätter umzufärben. Der natürliche Kurztag beginnt in Österreich Mitte September. Damit die Weihnachtssterne rechtzeitig zum Advent rote Hochblätter haben, werden die Glashäuser verdunkelt. Dafür werden dunkle Stoffbahnen verwendet. 90% der produzierten Weihnachtssterne sind rot. Rosa, weiß und gemusterte Sorten spielen eine untergeordnete Rolle. (OTS)

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