Obstbau: EUFRIN wird 30 Jahre alt

EUFRIN, das europäische Netzwerk zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung im Obstbau, wird 30 Jahre alt.

Vertreter des EUFRIN-Netzwerks während des Treffens auf der Messe Interpoma. Bild: © Versuchszentrum Laimburg.

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EUFRIN ist ein Netzwerk von Forschungseinrichtungen und Universitäten aus 25 europäischen Ländern mit dem gemeinsamen Vorhaben, die wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung im Obstbau zu fördern. Das Ziel ist eine effizientere und nachhaltigere Produktion von Qualitätsobst. Das Netzwerk, das im Rahmen der Messe Interpoma in Bozen tagte, steht dieses Jahr unter dem Vorsitz des Versuchszentrums Laimburg. Hauptthema war die Digitalisierung im Obstbau, ein schnell wachsender Trend, dessen Bedeutung in Zukunft noch weiter zunehmen wird.

EUFRIN (European Fruit Research Institutes Network) ist ein Netzwerk, das Forschungsgruppen an Universitäten und Fachinstituten zusammenbringt, die auf Forschung und Entwicklung im Obstbau spezialisiert sind. Das Netzwerk wurde vor 30 Jahren mit neun Teilnehmerländern - Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Belgien, Dänemark, Griechenland und Italien - gegründet und umfasst heute 25 Mitgliedsländer.

Ziel ist es, gemeinsam Forschung, Entwicklung und Technologietransfer für eine nachhaltige Produktion von Qualitätsobst voranzutreiben und länderübergreifend zu koordinieren. Darüber hinaus tauschen sich die Forschenden im Rahmen von 15 themenspezifischen Arbeitsgruppen zu den neuesten Entwicklungen im Obstbau aus: So gibt es EUFRIN-Arbeitsgruppen zu Sortenwahl und Unterlagenselektion, Bewässerung, nachhaltige Produktion und Abfallminimierung, Nachernte und Fruchtqualität. Der EUFRIN-Vorstand hingegen tritt einmal im Jahr zusammen, um die laufenden Aktivitäten zu überprüfen, zu diskutieren, zu planen und umzusetzen. Dazu gehören auch die Vernetzung von Forschungskompetenzen und die Lobbyarbeit bei der Europäischen Kommission in diesem Fachbereich.

"Dieses Jahr lag der Fokus von EUFRIN auf der Digitalisierung im Obstbau", erklärt Michael Oberhuber, Direktor des Versuchszentrums Laimburg, der im Zeitraum 2020 bis 2022 den Vorsitz des Netzwerks innehat und ergänzt: „Neu eingeführt wurden auch die sogenannten „Living Labs“. Darunter verstehen wir Freilandinfrastrukturen, die es ermöglichen, neue und bestehende Technologien zu nutzen. Wir haben unser neues digitales Freilandlabor für den Obst- und Weinbau LIDO (Laimburg Integrated Digital Orchard) vorgestellt und die Möglichkeit aufgeworfen, ein Netz ähnlicher, miteinander verbundener Infrastrukturen in verschiedenen Mikroklimazonen in ganz Europa aufzubauen.“ Ziel der "Living Labs" - wie LIDO - ist es, Innovation und Digitalisierung zu erforschen und zu fördern, um für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerüstet zu sein. Unternehmen und Forschungsinstitute können diese Labors nutzen, um neue Technologien zu testen, zu überprüfen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf diese Weise wird eine qualitätsorientierte, effiziente sowie ökonomisch und ökologisch nachhaltige Lebensmittelproduktion gefördert.

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