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Muttertag 2026: Österreicher:innen geben rund 250 Mio. Euro aus
„Am liebsten wird dabei traditionell zu Blumen und Pflanzen gegriffen. Die Ausgaben zum Muttertag unterliegen über die Jahre gewissen Schwankungen. Nach einem besonders starken Vorjahr sehen wir heuer eine Stabilisierung auf weiterhin gutem Niveau. Der Muttertag ist damit auch heuer ein wichtiger Umsatzimpuls für den heimischen Handel“, fasst Rainer Will, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands, die wichtigsten Aussagen des neuen HV Consumer Checks zusammen. Für die Untersuchung wurden mehr als 1.000 Österreicher:innen durch Repubblika Research befragt.
Im Schnitt will jede:r Schenkende heuer 79 Euro zum Muttertag ausgeben. Das ist weniger als im Vorjahr (86 Euro), aber deutlich mehr als 2024 (67 Euro) und 2023 (71 Euro). „Offensichtlich wird der Gürtel angesichts der instabilen Weltlage wieder etwas enger geschnallt. Damit sehen wir nach einem besonders starken Vorjahr wieder eine Normalisierung“, meint Handelssprecher Will. „Hochgerechnet ergibt sich daraus ein Gesamtvolumen von rund 250 Mio. Euro für den österreichischen Handel.“
Geschäftsstraßen und regionaler Handel profitieren
Auffällig sind heuer vor allem Veränderungen bei den liebsten Einkaufsorten: Am gefragtesten sind weiterhin Supermärkte und Discounter (27%; Vorjahr: 30%). Gleichzeitig wollen heuer 23% der Konsument:innen Geschenke auch in Geschäftsstraßen einkaufen – im Vorjahr taten das nur halb so viele (12%). Weitere 20% wollen Muttertagsgeschenke in Einkaufszentren besorgen (VJ: 16%), weitere 22% in Geschäften in Einzellagen (VJ: 16%). 16% kaufen auf einem Markt etwas für ihre Mutter (VJ: 16%). Damit gewinnt der stationäre Handel in seiner ganzen Breite wieder an Bedeutung. Online-Käufe spielen zum Muttertag eher eine ergänzende Rolle: Jeweils etwa 11% besorgen Präsente bei österreichischen bzw. bei ausländischen Online-Shops, nur 4% bei Fernost-Plattformen.
Blumen bleiben Geschenk Nummer 1
Für Floristen und Blumengeschäfte ist der Muttertag neben dem Valentinstag der umsatzstärkste Tag des Jahres. Aber auch für den Lebensmittelhandel, für Drogerien und Parfümerien sowie den Schmuckhandel ist der Tag ein wichtiger Umsatzimpuls. Vor allem bei der noch nicht so kaufkräftigen Gen Z (18 bis 28 Jahre) stehen hingegen nicht-materielle, selbstgebastelte oder personalisierte Geschenke hoch im Kurs.
Hier die Top 10 Geschenke:
- Blumen/Pflanzen: 34%
- Süßigkeiten: 16%
- nicht-materielle Geschenke (z.B. Ausflug): 12%
- Gutscheine: 11%
- Restaurantbesuche (o.ä.): 10%
- Selbstgemachte Geschenke: 7%
- Parfüm/Körperpflege/Kosmetik: 7%
- Selbstgebackenes/-gekochtes: 7%
- Wellness/Schönheit: 6%
- Personalisierte Geschenke (z. B. Fotobuch): 6%
Bundesländer: Westösterreich am spendabelsten
Im Bundesländervergleich zeigen sich diesmal deutliche Unterschiede: In Vorarlberg und Tirol wird mit durchschnittlich 91 Euro am meisten für Geschenke zum Muttertag ausgegeben. Am unteren Ende liegen Kärnten und die Steiermark mit 66 Euro. Das komplette Bundesländer-Ranking:
- Vorarlberg & Tirol: 91 Euro
- OÖ & Salzburg: 82 Euro
- Wien: 80 Euro
- NÖ & Burgenland: 77 Euro
- Kärnten & Steiermark: 66 Euro
„Gerade zu persönlichen Anlässen wie dem Muttertag setzen viele Menschen bewusst auf regionale Angebote, Beratung und Qualität. Davon profitieren insbesondere die Geschäftsstraßen und der lokale Fachhandel“, schließt Handelsverband-Geschäftsführer Will.

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