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Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
„Die Bundesregierung sollte vor allem die Steuern auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte halbieren. Das wäre sowohl gesundheits- als auch klimapolitisch sinnvoll“, sagt WWF-Ernährungsexpertin Julia Haslinger. „Völlig verfehlt“ wäre hingegen eine etwaige weitere Subventionierung des Fleischabsatzes.
Laut den österreichischen Ernährungsempfehlungen sollte der Konsum tierischer Produkte deutlich reduziert werden. Denn derzeit liegt zum Beispiel der Fleischkonsum mit 58 kg pro Kopf schon jetzt vier Mal höher als von führenden Fachleuten empfohlen. Zudem wäre eine indirekte Förderung des Fleischabsatzes eine weitere Subvention, die den Klima- und Biodiversitäts-Zielen der Republik widerspricht.
Steuer-Diskriminierung pflanzlicher Alternativen beenden
Darüber hinaus sollte die Bundesregierung die Benachteiligung pflanzlicher Milchalternativen beenden. Derzeit werden diese mit 20% doppelt so hoch besteuert wie tierische Milch. „Das ist ein unfairer Preis-Nachteil für all jene, die sich pflanzenbasiert und klimaschonend ernähren wollen“, sagt Julia Haslinger vom WWF. Eine Vereinheitlichung des Steuersatzes auf 10% würde zugleich neue Chancen für die heimische Landwirtschaft schaffen, da die Nachfrage nach regionalem Getreide und Hülsenfrüchten steigt.

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