AIPH: Beteiligt sich am JLAU-Dialog über die GREEN×EXPO 2027

Die Internationale Gartenbauausstellung Yokohama 2027, GREEN×EXPO 2027, findet vom 19. März bis zum 26. September 2027 in Yokohama, Japan, statt. Die von der AIPH anerkannte Internationale Gartenbauausstellung der Kategorie A1 wird auf einem 100 Hektar großen Gelände auf dem Areal der ehemaligen Kamiseya-Kommunikationsanlage stattfinden und voraussichtlich rund 15 Millionen Besucher anziehen.

Elena Terekhova, Managerin für internationale Beziehungen bei der AIPH, stellte im Rahmen der Veranstaltung „JLAU Landscape Network 2026“ in Yokohama Beispiele für „Green City“-Projekte vor. Bild: AIPH.

Anzeige

Die Japan Landscape Architects Union (JLAU) organisierte kürzlich eine Veranstaltung namens „Landscape Network 2026“ unter dem Motto „OPEN! Auf dem Weg zur grünen Stadt Yokohama“. Die Veranstaltung brachte Landschaftsarchitekten, Vertreter der Stadtverwaltung, Wissenschaftler und Fachleute aus den Bereichen Stadtgestaltung, Placemaking und öffentlicher Raum zusammen.

Als Genehmigungsbehörde für internationale Gartenbauausstellungen trug die AIPH zur Diskussion bei, indem sie ihre „Green City“-Perspektive sowie internationale Beispiele dafür vorstellte, wie Gartenbauausstellungen ein nachhaltiges Erbe im Bereich der städtischen Begrünung schaffen können. 

Die „Green City“-Initiative der AIPH unterstützt und würdigt Städte, die Pflanzen und lebende grüne Infrastruktur nutzen, um gesündere, widerstandsfähigere und lebenswertere städtische Umgebungen zu schaffen. Dazu gehören die „AIPH World Green City Awards“, die „AIPH Green City Guidelines“ und der „AIPH Green City Standard“.

Die Veranstaltung, die in Verbindung mit der JLAU-Jahresversammlung stattfand, fördert den interdisziplinären Dialog darüber, wie sich Yokohama über die Expo hinaus als „Green City“ weiterentwickeln kann. 

Diese Frage steht in direktem Zusammenhang mit der übergeordneten Vision für das Expo-Gelände. In einer kürzlich gehaltenen Präsentation zum aktuellen Stand auf der AIPH International Horticultural Expo Conference in Sydney erläuterte die Japan Association for the International Horticultural Expo 2027, dass das Expo-Gelände die bestehende Topografie und den Baumbestand in Kamiseya nutzen wird. In der Präsentation wurde zudem dargelegt, wie das Vermächtnis der Expo nach der Veranstaltung in einen Stadtpark integriert werden soll.

Die Diskussion der JLAU stellte GREEN×EXPO 2027 in einen breiteren Kontext rund um öffentlichen Raum, grüne Infrastruktur und langfristige Stadtentwicklung und verlagerte damit das Thema der Expo vom Ausstellungsgelände in den größeren städtischen Kontext.

Elena Terekhova, Managerin für internationale Beziehungen bei der AIPH, hielt einen Vortrag mit dem Titel „When Does Green Become Real“ und nahm an der ersten Sitzung „GREEN×EXPO 2027 und die Zukunft der grünen Stadtgestaltung“ teil, in der sie das „Green City“-Programm der AIPH vorstellte und internationale Beispiele dafür präsentierte, wie städtische Begrünung zu gesünderen und widerstandsfähigeren Städten beitragen kann. 

Zu den weiteren Referenten gehörten Herr Wataru Nomura vom japanischen Verband für die Internationale Gartenbauausstellung 2027, Herr Yuki Katsura von der Abteilung für Stadtgestaltung der Stadt Yokohama sowie der Landschaftsarchitekt Herr Gen Kumagai von STGK Inc. Die Diskussion wurde von Professor Takanori Fukuoka von der Landwirtschaftlichen Universität Tokio moderiert.

An der Veranstaltung nahmen auch Herr Shinya Wada und Herr Takuhiro Yamada vom Japanischen Verband der Landschaftsbauunternehmen (JLCA) teil. Herr Wada hielt eine kurze Rede zur Unterstützung des von der JLAU initiierten Dialogs.

Elena Terekhova sagte: „Das Wichtige an dieser Diskussion ist, dass sie die Expo in einen Dialog mit den Menschen bringt, die die Stadt tagtäglich mitgestalten: Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Spezialisten für den öffentlichen Raum und Partner aus der Zivilgesellschaft. GREEN×EXPO 2027 ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Besucher im Jahr 2027, sondern auch eine Gelegenheit, der Frage nachzugehen, wie Pflanzen, Landschaften und gartenbauliches Wissen die Zukunft von Yokohama beeinflussen können. Die AIPH freut sich, internationale Beispiele für „Green Cities“ vorzustellen und den Dialog zu fördern, der sich mit dem langfristigen Wert befasst, den internationale Gartenbauausstellungen für die Gaststädte schaffen können.“

Im zweiten Teil des Programms wurde untersucht, wie sich die GREEN×EXPO 2027 in das umfassendere Netzwerk öffentlicher Räume Yokohamas einbinden lässt – von der östlichen Uferpromenade bis zum Expo-Gelände im Westen. Dabei kamen Stimmen aus den Bereichen Stadtplanung, Placemaking, bürgerschaftliche Zusammenarbeit, Parks und Grünflächen, Kunst sowie bürgergetriebene Stadtentwicklung zu Wort, was die Bandbreite des Fachwissens widerspiegelte, das bei der Gestaltung der öffentlichen Räume der Stadt eine Rolle spielt.

Im Rahmen des JLAU-Programms wurde zudem darauf hingewiesen, dass diese Initiative voraussichtlich während der GREEN×EXPO 2027 fortgesetzt wird: Für den Sommer 2027 ist auf dem Expo-Gelände eine internationale Landschaftsveranstaltung geplant, während die Expo für Besucher geöffnet ist.

Dieser umfassende fachliche Austausch ist von Bedeutung, da internationale Gartenbauausstellungen nicht nur darauf ausgelegt sind, herausragende Besucherveranstaltungen zu schaffen, sondern auch zu zeigen, wie Pflanzen, Gärten und Landschaften Städte und den Alltag verbessern können. Der Bericht „Blooming Economies & Cities to Inspire the World“ der AIPH untersucht, wie Ausstellungen zu einem langfristigen grünen Erbe, einer stärkeren städtischen Identität sowie zu Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung beitragen können.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.