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Krankheiten und Schädlinge in Cyclamen
Einige Wochen nachdem in vielen Betrieben wieder mit der Kultur von Cyclamen begonnen wurde, stellen sich auch die ersten Schädlinge und Krankheiten ein.Cyclamen können vom Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) und dem Impatiens Necrotic Spot Virus (INSV) befallen werden, die durch den Kalifornischen Blütenthrips übertragen werden. Die daraus folgenden Blattnekrosen sind nicht bekämpfbar.
Die wichtigste Pilzerkrankung ist die Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum f. sp. cyclaminis). Nach anfänglichen Welkeescheinungen an älteren Blättern, welkt später die ganze Pflanze. In der Knolle sind die Leitungsbahnen verbräunt. Da eine chemische Bekämpfung nicht möglich ist, müssen befallene Pflanzen sofort aus dem Bestand entfernt werden. Als weitere Welkeerkrankungen treten häufig die Wurzelbräune (Thielaviopsis basicola) und Cylindrocarpon-Wurzel-, Knollen- und Stengelgrundfäule (Cylindrocarpon destructans) auf.
In dichten, schlecht durchlüfteten Beständen tritt häufig Grauschimmel (Botrytis cinerea) auf. Weiterhin tritt gelegentlich die Brennfleckenkrankheit (Crytoline cyclaminis) auf, die auf den Stielen braune bis schwarzbraune Flecken verursacht.
Trauermücken (Sciara-, Lycoria-Arten) schädigen Cyclamen durch Fraßtätigkeit an Wurzeln und Knollen. Es kann eine biologische Bekämpfung kann mit insektenpathogenen Nematoden (Steinernema feltiae) oder Raubmilben (Hypoaspis sp.) vorgenommen werden.
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorrynchus sulcatus) wird oft mit dem Substrat eingeschleppt. Befallene Pflanzen welken und sterben plötzlich ab.
Der Kalifornische Blütenthrips hat in Cyclamen neben der direkten Schadwirkung große Bedeutung als Überträger des Impatiens Necrotic Spot Virus (INSV). Zur Befallsüberwachung sollten Blautafeln verwendet werden.
Weichhautmilben verursachen an Cyclamen missgestaltete, gekräuselte Blätter. Die Blütenknospen verkümmern oder sind deformiert. Auch Blattläuse kommen an Alpenveilchen vor, sie schädigen durch ihre Saugtätigkeit Blüten und Blätter. (psabra)

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