Kleinstunternehmen: EU-Beitrag zum Bürokratieabbau

Kleinstunternehmen sollen künftig weniger unter Verwaltungslasten zu leiden haben. Der EUMinisterrat hatte eine Richtlinie angenommen, wonach künftig Kleinstunternehmen von den Bilanzierungs- und finanziellen Berichterstattungspflichten ausgenommen werden.

Anzeige

Kleinstunternehmen sollen künftig weniger unter Verwaltungslasten zu leiden haben. Der EUMinisterrat hatte eine Richtlinie angenommen, wonach künftig Kleinstunternehmen von den Bilanzierungs- und finanziellen Berichterstattungspflichten ausgenommen werden. Für mittelständische Unternehmen ist das eine gute Nachricht. Die Richtlinie ist ein echter Beitrag zum Bürokratieabbau, so Astrid Krone-Hagenah, Leiterin des Brüsseler HDE-Büros. Entgegen oft vorgebrachter Argumente wird keineswegs infolge eines nicht vorhandenen Jahresabschlusses die Kreditbeschaffung von KMU erschwert. Banken orientierten sich bei der Kreditvergabe vielmehr an anderen Zahlen und Unternehmensinformationen als dem Jahresabschluss, der oft Monate zurückliegt und das vergangene Jahr betrifft. Die jetzt gefundene Kompromisslösung, wonach die Mitgliedstaaten optional von der Ausnahme Gebrauch machen können, sei allerdings ein Wermutstropfen, der für eine rechtliche Fragmentierung in der EU sorgen wird, anstatt zu harmonisieren. Dies erschwere Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten. Kleinstunternehmen sind nach dem jetzt gefundenen Kompromiss Unternehmen, die eine Bilanzsumme von nicht mehr als 350.000 Euro, einen Nettoumsatz von höchstens 700.000 Euro sowie durchschnittlich maximal 10 beschäftigte Mitarbeiter haben. (Quelle: PdH)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.