Kartenzahlung: Deckelung der Gebühren umfassend durchsetzen

Die Bundesregierung schöpft derzeit nicht alle Optionen zur Deckelung der Entgelte für Kartenzahlungen voll aus.

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Die Bundesregierung schöpft derzeit nicht alle Optionen zur Deckelung der Entgelte für Kartenzahlungen voll aus. „In Deutschland werden die europäischen Vorgaben nicht entschieden genug durchgesetzt. Die Entgelte des Handels für eine Zahlung mit einer Debitkarte wie der Girocard müssen auf einen maximalen Cent-Betrag begrenzt werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Vorschläge der Bundestagsfraktionen und die Anhörung am vergangenen Montag im Finanzausschuss hätten das bisher leider nicht berücksichtigt.

Der HDE-Hauptgeschäftsführer kritisiert den engen Zusammenhang zwischen der Höhe des Einkaufsbetrages und dem vom Handel zu zahlenden Entgelt. Mit dem einen müsse nicht automatisch das andere steigen. Schließlich gebe es für ein modernes Zahlungsverfahren mit Online-Autorisierung und Guthabenprüfung kein Zahlungsausfallrisiko. Ein Entgelt sei demnach nur in der entsprechenden Höhe der Prozesskosten der Kartenanbieter gerechtfertigt. „Die reinen Kosten eines Debitverfahrens sind immer gleich hoch und betragen maximal wenige Cent, egal ob ein Einkauf über fünf Euro oder 500 Euro stattfindet. Deshalb brauchen wir einen festen Deckelungsbetrag, über den hinaus die Gebühren nicht steigen dürfen“, so Genth weiter. Das sei auch im Interesse der Kunden. Denn die Händler müssten die Kosten letztlich über ihre Preise an die Kunden weitergeben. (PdH)

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