In Massen lästig: Die Trauermücke

Trauermücken stechen zwar nicht, sind aber ausgesprochen lästig, weil sie meist massenhaft auftreten. Ihre Larven jedoch können Topfpflanzen zum Verhängnis werden.

Trauermücken stechen zwar nicht, sind aber ausgesprochen lästig, weil sie meist massenhaft auftreten. Ihre Larven jedoch können Topfpflanzen zum Verhängnis werden.

Einerseits Nützling, andererseits Schädling
In freier Natur leben die Larven der Trauermücken in der Erde, ernähren sich von Pflanzenresten und schließen damit die Nährstoffe für andere Organismen auf. Im Blumentopf vergreifen sich die Larven allerdings auch an den Wurzeln der Topfpflanzen. Ein Massenbefall schädigt die Pflanzen gleich zweifach, denn die Fraßstellen sind gleichzeitig die Eintrittspforten für Bakterien und Viren. Sämlinge, Stecklinge und Jungpflanzen sind besonders empfindlich, während kräftige ausgewachsene Pflanzen weniger Schaden nehmen. In Gewächshäusern sind mehrere Trauermückenarten an verschiedenen Gemüsearten, Zierpflanzen und Pilzkulturen gefürchtet.

Ein kurzes Leben mit viel Nachwuchs
Die vier bis fünf Millimeter langen Trauermücken treten meistens in Massen auf. Sie krabbeln und fliegen überall hin, wo es feuchten Humus, Kompost oder eben Blumenerde gibt, mit der sie auch in Wohnungen „einwandern“. Ihren Namen verdanken die Mücken ihrer dunklen Farbe. Sie zählen zu den häufigsten, aber bei uns am wenigsten bekannten Mückenarten: Derzeit sind in Mitteleuropa 200 Arten der Familie Sciaridae bekannt, weltweit 1.500. Ein Mückenleben dauert nur wenige Tage: Partnersuche, Paarung, Eiablage – pro Weibchen bis zu 200 Eier. Das war`s. Aus den im Boden abgelegten Eiern schlüpfen glasige, ein bis zwei Millimeter kleine, aber gefräßige Larven, die leicht an ihrem dunklen Kopf zu erkennen sind. In vier bis fünf Wochen entwickelt sich aus ihnen eine neue Mückengeneration.

Was kann man tun
?
Gelbtafeln sind auch im Hausbereich ein probates Mittel, um die Mücken bei ihrem Hochzeitsflug zu stören. Eine etwa einen Zentimeter dicke Sandschicht auf der Oberfläche des Topfballens hindert sie daran, ihre Eier abzulegen. Sparsam gießen und zwischenzeitlich den Topfballen abtrocknen lassen, missfällt den ungebetenen Gästen. Die Larven sind auf Feuchtigkeit angewiesen und können sich in trockener Umgebung nicht gut entwickeln. Für die Anzucht und Vermehrung von Stecklingen im Gewächshaus gibt es spezielle Bodensubstrate, denen Granulate beigemengt sind, die sie vor einem Larvenbefall schützen.

Nematoden haben die Larven zum Fressen gern
Bei wertvollen Pflanzen oder im Gartenbau kann man der Mückenplage auch mit Nützlingen begegnen. Bewährt haben sich dabei bestimmte Nematoden, mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die mit dem Gießwasser millionenfach in die Erde gelangen. Wenn sie alle Mückenlarven getötet haben, verschwinden sie wieder. Auch in der Natur stehen die Larven auf dem Speiseplan von Fadenwürmern. Mücken und Larven schmecken auch Spinnen, räuberischen Insekten und kleinen Wirbeltieren. (Quelle: Profil Online)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.