ifo: Wirtschaftsklima im Euroraum verbessert

Das ifo Wirtschaftsklima hat sich im zweiten Quartal deutlich verbessert, von 17,2 auf 26,4 Saldenpunkte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Weltfinanzkrise im Spätsommer 2007.

Grafik: ifo World Economic Survey (WES) II/2017 - © ifo Institut.

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Die befragten Experten beurteilten im zweiten Quartal insbesondere die aktuelle Wirtschaftslage günstiger als im Vorquartal. Aber auch der Ausblick für die nächsten 6 Monate verbesserte sich. Das Wirtschaftswachstum, gestiegen von 17,2 auf 26,4 Saldenpunkte, dürfte sich damit in der ersten Jahreshälfte 2017 spürbar beschleunigen.

Unter den großen Volkswirtschaften im Euroraum herrscht das beste Wirtschaftsklima in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Belgien. Ein besonders starker Anstieg im Vergleich zum Vorquartal zeigte sich in Spanien, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Finnland. Jedoch in Frankeich und Italien dürfte eine nachhaltige Erholung weiter auf sich warten lassen.

Die Experten hoben ihre Inflationserwartungen für dieses Jahr auf 1,6% an, nach 1,3% im Vorquartal. Entsprechend geht auch eine wachsende Mehrheit von steigenden kurz- und langfristigen Zinsen im Laufe des nächsten halben Jahres aus. Mehr als die Hälfte der Experten war sich einig, dass die größten wirtschaftlichen Probleme eine zunehmende Einkommensungleichheit, der Mangel an innovativen Ideen und fehlendes Vertrauen in die Wirtschaftspolitik sind. Nur wenige Teilnehmer hielten Exportbeschränkungen und mangelnde Glaubwürdigkeit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank für ein Problem. (Quelle: ifo)

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