HSWT: 50 Bäume zum 50-Jährigen

50 Bäume für "50 Jahre Applied Sciences for Life" und 50 Jahre Hochschule Weihenstephan-Triesdorf: Gemeinsam mit zahlreichen Baumpat:innen hat die HSWT anlässlich des diesjährigen Jubiläums der Hochschule ein begehbares Arboretum errichtet.

Kurzweilig erzählte Prof. Dr. Bernd Hertle (Mitte) den Gästen interessante und amüsante Details zu den verschiedenen Baumarten. Bild: HSWT.

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Es wurde jetzt bei einer feierlichen Zusammenkunft, den Coronaregeln gemäß, eröffnet. Viele Weggefährt:innen, Absolvent:innen, Freund:innen und Förder:innen der HSWT gestalten mit einer Baumpatenschaft den grünen Campus mit. Das Arboretum verknüpft so Historie und Gegenwart der HSWT mit der Zukunft - denn der Baumpfad soll vielen kommenden Generationen zur Erholung und Information, zu Studium und Forschung dienen.

Der Pfad führt am Nordhang des Weihenstephaner Berges vom Weihenstephaner Fußweg hinunter zur Vöttinger Straße. Er bringt den Besucher:innen die Vielfalt der Bäume und ihren wertvollen Beitrag zum Klimaschutz sowie im Ökosystem näher und wird darüber hinaus für die Forschung und Lehre genutzt werden: Forscher:innen und Gärtner:innen der HSWT können hier herausfinden, wie die unterschiedlichen Baumarten mit Hitze umgehen - ein wichtiger Aspekt in Zeiten des Klimawandels. Für die Studierenden, insbesondere aus Fächern wie Gartenbau und Landschaftsarchitektur, ist das Arboretum ein "Hörsaal im Freien", wo sie das, was sie theoretisch gelernt haben, betrachten und anfassen können.

"Diese Bäume werden viele Generationen an Studierenden und Besucher:innen überdauern: Sie wirken bis weit in die Zukunft. Und was gibt es bei einem Jubiläum Sinnvolleres, als die Weichen für Nachhaltigkeit in den kommenden Jahrzehnten zu stellen", sagte HSWT-Präsident Dr. Eric Veulliet anlässlich der Eröffnung. Prof. Dr. Bernd Hertle, Leiter der Weihenstephaner Gärten, führte die Gäste fachkundig durch das Arboretum.

Bäume für "Applied Sciences for Life"

Seit 50 Jahren hat sich die HSWT den Lebenswissenschaften rund um Natur, Umwelt, Ernährung und Nachhaltigkeit verschrieben und sich ein einmaliges Profil geschaffen. Ausgangspunkt für alle Fächer sind Natur, Mensch und natürliche Ressourcen. So bildet die HSWT verantwortungsvolle Ingenieur:innen aus, welche die nachhaltige Entwicklung der Zukunft mitgestalten werden. Mit neu geschaffenen Studiengängen wie beispielsweise dem Master 'Climate Change Management' greift die HSWT Themen und Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit auf, welche für Wissenschaft und Gesellschaft aktuell sehr wichtig sind und es noch lange Zeit bleiben werden.

Das Arboretum ist ein lebendiges Abbild dieser konsequenten und zukunftsorientierten Ausrichtung der HSWT. Denn Bäume leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Klimas: Sie speichern CO2, entlasten also die Atmosphäre. Auch auf das Mikroklima in Städten wirken sie durch Transpiration, Verdunstung und Schattenwurf positiv ein. Eine ebenso wichtige Funktion haben Bäume für Wasser- und Nährstoffkreisläufe, den Erhalt der Artenvielfalt sowie als Erholungs- und Lebensraum. In diesem Sinne soll das Arboretum weit über das Jubiläumsjahr hinaus den "Applied Sciences for Life" dienen, denen sich die HSWT mit ihrem Leitspruch verschrieben hat.

Die HSWT wird, gemeinsam mit den Baumpat:innen, auch andernorts und in größerem Stil einen Beitrag zu einer nachhaltigeren, ökologisch gesunden Zukunft leisten: Jede Baumpatenschaft unterstützt zusätzlich den Verein Bergwaldprojekt e.V. mit jeweils hundert weiteren Bäumen für ein innerdeutsches Wiederaufforstungsprojekt.

Wertvolle Beiträge für eine nachhaltige Zukunft: Die HSWT dankt den zahlreichen Baumpat:innen

Einem Aufruf der Hochschule folgend konnten sich interessierte Baumpat:innen einen Baum oder mehrere Bäume aussuchen, dessen beziehungsweise deren Finanzierung sie - als Einzelperson, Duo oder Gruppe - übernehmen wollten. Das Engagement der Pat:innen schätzt die HSWT sehr und dankt ihnen herzlich dafür. Unter ihnen sind Absolvent:innen sowie Freund:innen und Förder:innen der Hochschule, die Stadt Freising, Firmen, Unternehmen und Institutionen sowie Professor:innen der HSWT und die Hochschulleitung. Sie alle haben individuelle Gründe für die Patenschaft, aber dieselben Werte: Verbundenheit zur Natur und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Ob das Ehepaar, das sich gemeinsam einen Baum zugelegt hat, die Professorin, die nun auf dem Arbeitsweg immer an ihrem "Familienpatenbaum" vorbeikommen wird oder der Praxispartner der HSWT, der in Anbauversuchen ebenso wie die Hochschule zukunftsfähige Bäume in Zeiten des Klimawandels sucht: Sie alle eint zudem die Nähe zur HSWT als Hochschule, die sich diesen Werten ebenso verschrieben hat. Mit ihrem Patenbaum gestalten die Pat:innen nun den grünen Campus mit - und das für die kommenden Jahrzehnte.

Die Baumarten für das Arboretum hat Prof. Dr. Bernd Hertle, Leiter der Weihenstephaner Gärten, sorgfältig ausgewählt. Sie sind standorttauglich, lassen eine entsprechende Winterhärte erwarten und sind in Europa verfügbar. Abgesehen davon sind sie möglichst unterschiedlich, denn für eine erfolgreiche klimagünstige Begrünung braucht es Vielfalt. Das Arboretum hat hier Beispielcharakter: Setzt man, etwa bei der Stadtbegrünung, auf einige wenige Baumarten, ist die Gefahr groß, dass Schaderreger auftauchen und sich mit hoher Geschwindigkeit verbreiten. Diversität erhöht immens die Chancen, dass die Begrünung Bestand hat. (HSWT)

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