Höfken: "Der Ökolandbau ist eine Wachstumsbranche"

Umweltministerin Ulrike Höfken hat jetzt in Mendig an einer Informationsveranstaltung für Landwirte teilgenommen, die ihre Betriebe auf ökologische Produktion umstellen wollen.

Anzeige

Umweltministerin Ulrike Höfken hat jetzt in Mendig an einer Informationsveranstaltung für Landwirte teilgenommen, die ihre Betriebe auf ökologische Produktion umstellen wollen. „Der Ökolandbau ist eine Wachstumsbranche mit großem Potential für Betriebe, die ihre Produktion umstellen wollen“, sagte Höfken.

 „Immer mehr Menschen, insbesondere junge Familien aber auch Seniorinnen und Senioren, legen Wert auf Fitness, Gesundheit und die Qualität der Ernährung.“ Damit wachse die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln stärker als das im Land produzierte Angebot.

 Allein in Deutschland wurden im Jahr 2015 fast neun Milliarden Euro mit Bio-Lebensmitteln umgesetzt, was einer Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aufgrund der positiven Verbraucherentwicklung lagen die Gewinne der Ökobetriebe im Bundesdurchschnitt mit rund 56.000 Euro deutlich über den Gewinnen der konventionell wirtschaftenden Haupterwerbsbetriebe, die im Schnitt 41.000 Euro erwirtschaften konnten.

„Wir wollen die Bauern dabei unterstützen, mit modernen Methoden und Fachwissen umwelt- und verbrauchergerecht zu produzieren und diese Marktchancen zu nutzen“, ermutigte Ulrike Höfken die anwesenden Landwirte zur Umstellung auf eine ökologische Bewirtschaftung. Das Interesse im Land sei groß: Allein im vergangenen Jahr haben nahezu 200 Landwirte in Rheinland-Pfalz Fördermittel zur Umstellung beantragt.

Höfken verwies zudem auf die Leistungen des Ökolandbaus für den Umwelt- und Klimaschutz. So führt die ökologische Bewirtschaftung der Ackerflächen zu mehr Humusbildung, so dass mehr CO2 gespeichert werden kann. Der Verzicht auf mineralische Dünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel schont zudem das Grundwasser und führt zu einer geringeren Schadstoffbelastung der produzierten Lebensmittel. Dass Biolebensmittel weniger Schwermetalle und Pestizide enthalten, gehe aus einer Studie der Universität Newcastle hervor, so Höfken.

In der vergangenen Legislaturperiode ist es gelungen, die Zahl der Ökobetriebe im Land um 47,6% auf 1.312 zu steigern. Sie bewirtschafteten im Jahr 2015 eine Fläche von mehr als 56.000 ha, was rund acht Prozent der landwirtschaftlichen Gesamtfläche in Rheinland-Pfalz entspricht. Die Koalitionspartner der neuen Landesregierung haben vereinbart, den Ökoanteil auf 20% zu steigern. „Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird die Landesregierung ihre Förderprogramme und Beratungsangebote fortführen und weiterentwickeln“, kündigte die Ministerin an. Rheinland-Pfalz werde sich auf Bundes- und EU-Ebene für bessere Rahmenbedingungen einsetzen.

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.