Haifa: Maßgeschneiderte Fertigation mit mobiler Düngeeinheit

Unter dem Namen "Mobile Nutrigation Solution" (MNS) haben drei Gartenbau-Bedarfsanbieter ein neues Düngekonzept für Freilandgärtner und Ackerbauern entwickelt, die Tropfschläuche zur Bewässerung nutzen.

Von links nach rechts: Willem-Jan de Kort (Haifa), Hessel Luiten (Kemeling Kunststoffen), André van Sprengen (Netafim). Bild: MNS.

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Tropfschläuche werden weltweit häufig zur Bewässerung von Feldern eingesetzt. Nach einer Serie von fünf Trockenjahren in den Niederlanden und Belgien nimmt auch hier der Einsatz von Tropfschläuchen zur Bewässerung zu. Diese Bewässerungsmethode ist hinsichtlich des Wasserverbrauchs um 30% effektiver als die Haspelbewässerung und erfordert wenig Energie.

Zusammenarbeit

Für Haifa (Lieferant von Düngemitteln), Netafim (Lieferant von technischen Anlagen und Tropfschläuchen) und Kemeling Kunststoffen (Hersteller von Kunststofftanks) ist diese Entwicklung Anlass, ihre Kräfte zu bündeln. Gemeinsam haben sie ein Düngekonzept entwickelt, bei dem den Pflanzen Nährstoffe über das Bewässerungssystem zugeführt werden können.

Mobile Stromversorgungseinheit

Grundlage des Konzepts ist eine mobile Plug-and-Play-Düngereinheit (Behälter mit Nährstoffinstallation), die der Anbauer einfach an sein Tropfsystem anschließen kann. Haifa liefert maßgeschneiderte Düngemittel nach dem MyMultifeed-Konzept, passend zur Kultur und den jeweiligen Bedürfnissen der Kultur. Diese Düngemethode ist sehr effizient und verhindert das Auswaschen und Verflüchtigen von Nährstoffen in die Umwelt. Ackerbauern und Gemüsegärtner erzielen mehr Produktion mit weniger Dünger. Die Düngemittel werden in maßgeschneiderten und kundenspezifischen Big Bags geliefert, die im mobilen Container dem Bewässerungswasser beigemischt werden. Das Arbeiten mit Big-Bags spart Arbeitsaufwand – im Vergleich zu 25-kg-Säcken – und vermeidet Fehler bei der Zubereitung.

Praxistest

Nach Abschluss verschiedener kleinerer Versuche begann am 21. Juli die groß angelegte Einführung dieses MNS-Düngekonzepts bei Theo Rooijakkers in Helden (L). Rooijakkers wendet diese Düngemethode auf einem 3,5 Hektar großen Fläche mit Lauchpflanzen an. Die Fläche ist in vier Abschnitte unterteilt, die getrennt voneinander bewässert und gedüngt werden können.

Zusätzlich zum Grunddünger

Die eigentliche Pflanzung Lauch erfolgt in der 28.KW. Die erste Fertigationsdüngung erfolgt ab Anfang August. „Die Düngung erfolgt immer zusätzlich zur üblichen Grunddüngung von organischem Mist“, sagt Willem-Jan de Kort, Agronom in Haifa. „Von den gesamten Nährstoffen während der Saison stammt die Hälfte aus dem Grunddünger und die andere Hälfte aus der Fertogation. Die mit der Fertogation bereitgestellten Nährstoffe können genau auf die Kultur, die Bodenzusammensetzung und das Erntestadium abgestimmt werden.“

Rooijakkers weist auch auf die Wassereffizienz hin. „Aufgrund der Wasserknappheit im Sommer werden die Anforderungen an die Bewässerung immer strenger. Mit Tropfschläuchen spare ich 30% beim Gießen.“ (MNS)

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