GaLaBau: Geschäftslage bleibt stabil

Die schwache gesamtwirtschaftliche Lage hinterlässt Spuren im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (GaLaBau). Während sich einige Indikatoren verhalten zeigen, bleibt die Auslastung im Neubau konstant und die Auftragslage insgesamt auf gleichbleibendem Niveau.

BGL-Präsident Thomas Banzhaf. Bild: Rottenkolber/BGL.

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Der Bau-Turbo und die geplanten Investitionen in die Infrastruktur könnten 2026 wichtige Impulse geben. Das zeigt die BGL-Herbstumfrage 2025, an der sich insgesamt 668 Mitgliedsbetriebe der Landesverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus beteiligten. Erfragt wurden unter anderem Geschäftslage, Auftragssituation, Gewinnerwartungen sowie Beschäftigungsentwicklung.

„Die Geschäftslage im GaLaBau erweist sich nach wie vor als robust, auch wenn sich unsere Branche nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln kann“, kommentiert BGL-Präsident Thomas Banzhaf. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) fordert, dass Maßnahmen zur konjunkturellen Belebung, insbesondere der Abbau überflüssiger Bürokratie und die von der Bundesregierung angekündigten Infrastrukturprogramme, nicht aufgeschoben werden dürfen. „Handeln bleibt das Gebot der Stunde: Angesichts des enormen kommunalen Investitionsstaus müssen die Mittel aus dem Sondervermögen zügig vor Ort ankommen“, ergänzt Banzhaf nach Berlin gerichtet. Die dem Klima- und Transformationsfonds und den Ländern zugewiesenen Mittel des Sondervermögens müssten gerade auch dem klimagerechten Umbau der Städte zugutekommen, fordert der BGL-Präsident.

Leicht eingetrübte Geschäftslage

Die aktuelle BGL-Herbstumfrage 2025 zeigt: 56% der GaLaBau-Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als „gut“, rund 37% als „befriedigend“ und 7% als „schlecht“. Damit setzt sich der Rückgang der positiven Bewertungen fort (Herbst 2024: 59% „gut“). Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich etwas eingetrübt – der Optimismus bleibt jedoch überwiegend erhalten: 6% der Betriebe erwarten eine Verbesserung, 73% eine gleichbleibende und 21% eine schlechtere Geschäftslage.

Stabile Auftragslage und konstante Auslastung

Die Auftragslage bleibt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. 31,2% der Betriebe gaben an, dass ihre Auftragslage schlechter sei als im Vorjahr – ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegenüber 2024 (30,9%). Der Anteil der Unternehmen, die ihre Auftragslage als gleichbleibend einstufen, liegt bei 53,6% (2024: 57,3%), während aber 15,3% eine Verbesserung melden (2024: 11,9%).

Damit bleibt die Gesamtsituation auf einem konstanten Niveau. Im Neubausektor zeigt sich eine gleichbleibende Auslastung: Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt wie im Herbst 2024 bei 17,0 Wochen. Das unterstreicht die anhaltend solide Grundauslastung der Branche.

Gewinnsituation und Beschäftigung: Stabilität trotz Herausforderungen 

Die wirtschaftliche Lage im GaLaBau bleibt herausfordernd, doch viele Betriebe beweisen Krisenfestigkeit. Zwar bewerten 11,5% der Unternehmen ihre Ertragslage als unbefriedigend (2024: 11,5%), doch knapp 50% sehen sie als verbesserungsfähig (2024: 45,9%), und 38,6% berichten, dass ihre Gewinne den Erwartungen entsprechend (2024: 42,6%).

Damit bleibt das Ertragsumfeld anspruchsvoll, aber stabil: Der Anteil mit „unbefriedigend“ stagniert, während mehr Betriebe eine verbesserungsfähige, aber tragfähige Lage sehen. Erfreulich ist zudem die stabile Beschäftigungslage: 38% der Unternehmen hat ihre Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Durchschnittlich zählen die Betriebe 22 Beschäftigte.

Blick nach vorn: Verhaltener Optimismus

Die Betriebe blicken verhalten optimistisch auf die weitere Entwicklung der Branche. Für das aktuelle Jahr bewerten 6,6% die gesamte Branche mit der Note 1 (sehr gut), 44,8% mit Note 2 (gut) und 37,6% mit Note 3 (befriedigend). Damit wird das laufende Jahr insgesamt noch positiv eingeschätzt.

Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre erwarten 3,5% eine sehr gute, 39,2% eine gute und 39,5% eine befriedigende Entwicklung der Branche – ein Zeichen für langfristiges Vertrauen, aber auch für realistische Einschätzungen angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Etwas optimistischer fällt die Bewertung für den eigenen Betrieb aus: Im aktuellen Jahr vergeben 10,8% die Note 1, 48,6% die Note 2 und 29,8% die Note 3. Auch der fünfjährige Betriebsausblick bleibt positiv: 7,3% erwarten eine sehr gute, 45,9% eine gute und 35,9% eine befriedigende Entwicklung. Damit überwiegt die Zuversicht, dass der GaLaBau seine stabile Position auch in der Zukunft behaupten kann. (BGL)

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