Bundesgartenschau: Friedhofsgärtner zeigen in Havelberg ihr Können

Farbenfroh und frühlingshaft wurde der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ für die Eröffnung der Bundesgartenschau am 18. April gestaltet. Kein Wunder, dass bereits am ersten BUGA-Wochenende zahlreiche Besucher nach Havelberg strömten.

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Farbenfroh und frühlingshaft wurde der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ für die Eröffnung der Bundesgartenschau am 18. April gestaltet. Kein Wunder, dass bereits am ersten BUGA-Wochenende zahlreiche Besucher nach Havelberg strömten. Dort hatten sie Gelegenheit, sich die 70 Mustergräber anzuschauen, die von Friedhofsgärtnern aus ganz Deutschland kreativ und mit viel Liebe zum Detail bepflanzt worden sind.

Das Gelände war einst ein historischer Friedhof. Für die Bundesgartenschau wurden die ehemaligen Wege wieder hergestellt, die mit dem alten Baumbestand für eine friedvolle Kulisse sorgen. Die Besucher können nun über einen Rundweg 15 kreativ gestaltete Urnengräber, 20 Einzelgräber und 25 Doppelgräber erreichen. Neben diesen traditionellen, rechteckigen Ruhestätten gibt es außerdem noch weitere zehn Grabflächen in fließenden Formen. Sie sind von der Fläche her jeweils so groß wie Doppelgräber und zeigen eindrucksvoll, wie harmonisch auch individuelle Formen für eine letzte Ruhestätte aussehen können.

„Der Beitrag der Friedhofsgärtner ist ein absoluter Höhepunkt“, findet Josef Knostmann, Vorsitzender des Arbeitskreises „Ausstellung und Gestaltung“ im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Für Abwechslung wird während der Laufzeit der Bundesgartenschau die sogenannte Wechselbepflanzung im Sommer und im Herbst sorgen. Dafür reisen die Friedhofsgärtner wieder in die Havelregion, um auf den Gräbern Pflanzen passend zur Saison auszutauschen.

Nach jedem Pflanztermin bewertet eine Fachjury die Gräber. Nach festgelegten Kriterien werden Medaillen und Ehrenpreise vergeben. Die drei Gräber, die während der gesamten Laufzeit die höchsten Bewertungen erhalten, bekommen zum Abschluss den Staatsehrenpreis.

Die Pflege des Ausstellungsteils wird von jungen Friedhofsgärtnern und Auszubildenden aus dem gesamten Bundesgebiet geleistet. Sie sind jeweils für zehn Tage in Havelberg, um unter Anleitung einer erfahrenen Friedhofsgärtnerin ihr Fachwissen und praktisches Können zu erweitern. Außerdem haben Besucher im Pavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.

Nicht zu übersehen sind auf der Bundesgartenschau die zwei „AzuBienen-Gräber.“ An insgesamt fünf Tagen wurden die beiden Doppelgräber von Auszubildenden der Fachrichtung Friedhofsgartenbau angelegt. Sie verwendeten eine große Vielfalt an unterschiedlichen, nektarreichen Stauden, die Bienen und anderen Insekten als Nahrung dienen. Gepflanzt wurden zum Beispiel Hornveilchen, Goldlack oder Bergenien. Weitere Informationen zum Hintergrund dieser Aktion stehen in einem Flyer, der auf der Bundesgartenschau an die Besucher verteilt wird. (ZVG/BdF) 

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