EK Großeinkauf: Auch 2003 erfolgreich

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Die EK Großeinkauf eG hat das Geschäftsjahr 2003 gegen alle Tendenzen im Handel positiv gestaltet. Während der deutsche Einzelhandel im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge verzeichnete, konnte sich die EK dieser Entwicklung einmal mehr entziehen.

 

Mit einem Umsatzvolumen von 1.388 Mio. € in 2004 lag die Bielefelder Handelsgruppe um 3,5% über dem Niveau des Vorjahres (1.341 Mio. €).

 

Deutliche Umsatzzuwächse erzielten die Bereiche Spielwaren und Papier, Büro- und Schreibwaren, die ihren Anteil am Gesamtumsatz der EK-Gruppe auf 24,3% steigern konnten. Deutlich zugelegt haben auch die Bereiche Persönlicher Bedarf und Textil. Leichte Einbußen verzeichnete dagegen der Bereich Glas, Porzellan, Keramik, Hausrat und Geschenkartikel. Das Umsatzergebnis im Bereich Haushalttechnik lag auf Vorjahresniveau, ebenso wie im Segment Bauen/Heimwerken, Eisenwaren, Holz und Garten.

 

Während der Anteil des Lagergeschäftes mit 11,3% am Gesamtumsatz um knapp 3% unter dem Vorjahreswert lag, legte der Umsatz im Zentralregulierungs- und Vermittlungsgeschäft um 4,4% auf 1.231 Mio. € zu.

 

Chancen nutzen – Marktausrichtung anpassen

Auf der Bilanzpressekonferenz der EK Großeinkauf am 6. Mai 2004 machte EK-Vorstandschef Franz-Josef Hasebrink aber auch deutlich, dass das gute Ergebnis kein Freifahrtschein für das laufende Jahr sein kann: „Mit der großen konjunkturellen Wende kann der mittelständische Fachhandel auch 2004 nicht rechnen, deshalb kommt es darauf an, dass jeder Unternehmer seine Chancen vor Ort konsequent wahrnimmt. Wir unterstützen unsere Handelspartner dabei, ihre Ressourcen optimal zu nutzen und laufend neue Impulse am Point-of-sale zu setzen. Denn hier liegt das Geheimnis von Firmenkonjunkturen. Übrigens auch bei der EK Großeinkauf.“

 

Wesentliche Gründe für das Plus in schwierigen Zeiten sehen Hasebrink und seine Vorstandskollegen Jürgen Eversberg und Stefan Knüppel im konsequenten Kostenmanagement, der Optimierung der inneren Strukturen und der zielgerichteten Ausweitung der Marktaktivitäten als wesentliche Elemente einer klaren Strategie.

 

Mit der Formierung der EK als „Plattform für den Mittelstand“ haben die Verantwortlichen eine erfolgversprechende Basis für branchenübergreifende Kooperationen geschaffen. Jüngstes Beispiel ist hier die Verschmelzung mit dem Nürnberger Textilverbund SÜTEGRO. Die Leistungsvielfalt in Sortiments- und Marketingaktivitäten sowie die Profilierung des Handels durch die konsequente Fachgruppenpolitik der EK sind weitere Bausteine des Erfolgsportfolios der Bielefelder.

 

Kennzahlen des Geschäftsjahres 2003

Die Ertragslage des Unternehmens entwickelte sich trotz der schwierigen Marktbedingungen sehr zufriedenstellend. So konnten die Ausschüttungen an Mitglieder im Geschäftsjahr 2003, analog der Entwicklung des Zentralumsatzes, um 3,5% angehoben werden. In der Folge stieg das Leistungsvolumen - als zentraler Erfolgsmaßstab einer Verbundgruppe - gegenüber dem Vorjahr um 9,8% auf 30,2 Mio. €. Der Jahresüberschuss betrug 795,3 T€ (2002: 730,1 T€).

 

Das Anlagevermögen reduzierte sich mit 28,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr um 942,7 T€. Die Gründe dafür liegen in den planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie in einer Reduzierung der Finanzanlagen.

 

Die Eigenkapitalquote lag im Geschäftsjahr 2003 mit 24,8% zur Bilanzsumme auf der Vorjahreshöhe. Die gegenüber 2002 wiederum verbesserte Anlagendeckung erreicht 167,9% (2002: 165,0%). Das Eigenkapital finanziert neben dem Anlagevermögen auch die Vorräte in vollem Umfang.

 

Der Cash-Flow in Höhe von 3,36 Mio. € (VJ = 3,13 Mio. €) stellt ausreichende Mittel zur Innenfinanzierung des Unternehmens im Hinblick auf die Investitionstätigkeit bereit.

 

Investitionen

Schwerpunkte der Investitionstätigkeit der EK lagen 2003 auf der zukunftsweisenden Umsetzung der neuen Messekonzeption „EK L.I.V.E.“ und der Erweiterung und Ausstattung der ständigen Warenpräsentation im Bielefelder Messezentrum der EK.

 

Für das Jahr 2004 stehen Investitionen im Bereich der Informationstechnologie im Fokus. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Bereiches Informationstechnologie wird die GEWA (Gesellschaft für Warenwirtschaftssysteme mbH) und der Bereich IT/Entwicklung und Organisation zusammengelegt. Die zu gründende Tochtergesellschaft vereinigt alle Aktivitäten rund um die Warenwirtschaftskompetenz, E-Business sowie die interne IT/Softwareentwicklung.

 

Mitgliederentwicklung

2003 haben sich 216 Unternehmer für die Mitgliedschaft bei der EK Großeinkauf entschieden. „Wir haben eine ganze Reihe nicht-kooperierter Unternehmen von unserer Leistungsstärke überzeugt. Außerdem konnten wir zahlreiche Häuser bei der Nachfolgeregelung unterstützen und so die Basis für eine solide wirtschaftliche Zukunft schaffen“, so Franz-Josef Hasebrink.

 

Die angespannte Situation im Einzelhandel hat allerdings auch im EK-Mitgliederkreis Spuren hinterlassen. Dies führte (Stichtag 31.12.2003) zu einem Rückgang um 21 auf 2.464 Unternehmer, die einen Außenumsatz von rund 4 Mrd. €. erwirtschafteten.

 

Auslandsentwicklung

Bessere volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und griffige, auf die jeweiligen Märkte zugeschnittene Marketing- und Sortimentskonzeptionen haben 2003 zu einer spürbar positiven Entwicklung bei den Auslandsaktivitäten der EK geführt. Insgesamt trugen die 196 Handelspartner mit einer Umsatzsteigerung von über 5% zur Gesamtsteigerung der Gruppe bei.

 

Der für das Auslandsgeschäft verantwortliche EK-Vorstand Stefan Knüppel zeigte sich vor allem mit der Entwicklung in Österreich sehr zufrieden. „Rund 20 Anschlusshäuser der „3E“-Gruppe haben sich im vergangenen Jahr für das Fachgruppen-Konzept TISCH & TREND entschieden, im Spielwarenbereich konnten wir eine ganze Reihe von Händlern mit insgesamt 80 Standorten dazugewinnen“, so Knüppel.

 

Auch in Frankreich und Polen legten die dortigen EK-Tochtergesellschaften planmäßig zu. Während das Wachstum in Frankreich vor allem aus dem Mitgliederkreis entstand, stand in Polen die Neugewinnung von Handelspartnern im Mittelpunkt der Aktivitäten.

 

ZEUS schafft Synergien

Im Do-it-yourself-Bereich hat sich die ZEUS, Zentrale für Einkauf und Service GmbH, auch 2003 positiv entwickelt. Als eine von drei Muttergesellschaften neben E/D/E (Wuppertal) und hagebau (Soltau) hat die EK Großeinkauf hier - vor allem durch die Zusammenarbeit mit hagebau - neue Absatzkanäle erschlossen.

 

Für ZEUS-Geschäftsführer und EK-Vorstand Jürgen Eversberg liegen wesentliche Synergien neben der Zusammenführung konzeptioneller Stärken der Gesellschafter vor allem im gebündelten Einkauf: „Mit ihrem Einkaufsvolumen steht die ZEUS in Augenhöhe mit den größten Baumarktketten.“

 

Auf der ersten Messe der ZEUS, die vom 2. bis 3. Mai 2004 in Nürnberg stattgefunden hat, stellt sich die EK mit einem breiten Ausschnitt ihres Leistungsspektrums vor. Vorgestellt wurden Flächenkonzepte, Marketingstrategien, Sortimentsmodule und das umfangreiche Serviceangebot. Darüber hinaus haben rund 250 Vertragslieferanten ihre Leistung präsentiert.

 

Ausblick

Für die EK Großeinkauf geht es auch 2004 darum, die unternehmerische Individualität der Handelspartner und deren Kompetenz und Chancen rund um Sortimente und Dienstleistungen im Wettbewerb mit Discountern und Großflächenanbietern zu stärken. Dazu gehört der konsequente Relaunch zahlreicher Häuser in Sortiment und Außenauftritt. Wie eine solche Neuausrichtung funktionieren kann, zeigt die Umsetzung des HAUSHALT & TECHNIK-Konzeptes.

 

„Unternehmerische Individualität zusammen mit der zentralen Stärke der EK führen unsere Handelspartner zum Erfolg“, so Hasebrink. Für diesen Erfolg setzt EK weiterhin auf die konsequente Weiterentwicklung von Sortimentsstrukturen, Flächenkonzepten und Modulen – konzeptionelle Unterstützung, mit denen die Handelspartner ihre unternehmerische Zukunft sichern.

 

EK Großeinkauf ist auch in 2004 auf Kontinuität in der Ertragslage und Wachstum programmiert und das erste Quartal in 2004 bestätigt diese ambitionierte Einstellung.

 

„Chancen für echtes Unternehmertum“

Von den Besten lernen: Auch das ist für die Verantwortlichen der EK Großeinkauf ein probates Mittel zur Zukunftssicherung. Auf der diesjährigen Unternehmertagung vom 20. bis 21. Juni 2004 in Hamburg stehen deshalb überzeugende Beispiele unternehmerischen Handelns ganz oben auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt: Gewinnbringende Rezepte aus Bereichen Marktpositionierung, Sortimentsgestaltung, Betriebswirtschaft, Werbung und Marketing.

 

Engagierte EK-Kollegen aus unterschiedlichen Branchen berichten über ihre konzeptionellen Erfolgswege, Ex-Tchibo-Manager und Erfinder von „Jede Woche eine neue Welt“ Rainer Großkopf referiert über die erfolgreichen Non-Food-Aktivitäten des führenden Kaffee-Rösters und Bestseller-Autor Dr. Reinhard K. Sprenger diskutiert mit den Teilnehmern, was bei erfolgreichen Managern im Kopf passiert.

 

„Der Titel der Tagung „Chancen für echtes Unternehmertum – Erfolgskonzepte für den Handel“ ist gleichzeitig Programm für 2004. Denn solange nur die Hoffnung auf bessere Zeiten und eine sich erholende Binnenkonjunktur regiert, liegen die Chancen des Handels ausschließlich im aktiven Unternehmertum“, so Franz-Josef Hasebrink. (ekg)

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