Einheitserdewerke Patzer: Eröffnent eigene Holzfaseranlage

Die Investition in eine eigene Holzfaseranlage ist der richtige Schritt, um den wachsenden Bedarf an Torfersatzstoffen durch heimische, nachwachsende Rohstoffe zu sichern.

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Die dezentrale Produktion von nachhaltigen Substraten und Blumenerden findet bei der Unternehmensgruppe Patzer an 4 Standorten in Deutschland und 2 weiteren in Europa statt. Die Investition in eine eigene Holzfaseranlage ist der richtige Schritt, um den wachsenden Bedarf an Torfersatzstoffen durch heimische, nachwachsende Rohstoffe zu sichern.

Holz ist als nachwachsender Rohstoff ein wichtiger Faktor bei der Reduzierung des Torfanteils. Patzer verwendet heimische Fichten- und Kiefernhäcksel aus den Sägewerken der Spessart-Region, nahe dem Unternehmensstandort Sinntal.

Das Familienunternehmen Patzer blickt auf Jahrzehnte lange Erfahrung in der Verarbeitung von Zuschlagstoffen, vorrangig bei Naturton und Holzfaser, zurück. Bei allen Ressourcen schonenden Substrat-Kreationen sieht das Unternehmen die Qualitätssicherung als oberste Prämisse.

Bei der Herstellung von torffreien und torfreduzierten Substraten erfordert die Verarbeitung und Kombination unterschiedlicher Zusatzstoffe (Komponenten wie z.B. Holz- und Kokosfaser, Naturton und Kompost) umfassendes Know How und moderne Technik.

Die Besonderheit der Holzfaseranlage ist die Absiebungsmöglichkeit in zwei unterschiedliche Fraktionen: Für den Profi-Anwendungsbereich sind die groben Holzfasern von 8 bis 15 mm von Vorteil. Sie haben eine sehr hohe Luftkapazität und verbessern die Qualität der Profierden, z.B. beim Gepac Containersubstrat GP CRH. Im Hobbybereich werden die feinen Strukturen mit einer Faserstärke von 0 bis 8 mm verwendet.

Welche positiven Eigenschaften haben Holzfasern?
Holzfasern reduzieren das Gewicht, das Substrat bleibt in der Verarbeitung locker und leicht. Neben der Nutzung von Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist so auch eine Qualitäts-Steigerung der Substrate gegeben. Holzfasern sorgen für Strukturstabilität, verbessern die Drainagefähigkeit, die Wiederbenetzbarkeit und fördern die Wurzelbildung. Das geringe Gewicht reduziert die Kraftstoff- und Transportkosten und den CO2 Ausstoß.

Produktinnovationen sind am Beispiel der frux Gartenfaser, einem neuartigen und vielseitigen Abdeckmaterial, gut zu beschreiben: Die Mischung aus Holzfaser, Rindenhumus und Substratkompost verzahnt sich besser und bietet auch in Hanglagen eine hohe Bodenhaftung. Die Gartenfaser ist zudem gerbsäurefrei und absolut Stickstoff stabil. Ein idealer Mulch für Rosen und Stauden.

Ressourcen schonender Ungang mit Torf und anderen Rohstoffen:
Mit der Inbetriebnahme der Holzfaseranlage bauen die Einheitserdwerke Patzer die Basis ihrer Rohstoffversorgung weiter aus. Die tragenden Säulen der Produktion, Naturton, Torf und Holzfasern werden in eigener Verantwortung abgebaut, hergestellt und aufbereitet. Die dadurch mögliche, weitgehende Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit dieser Rohstoffe auf dem Markt sowie ihr gezielter, verantwortungsvoller Einsatz bei der Herstellung von Substraten und Blumenerden ermöglichen die Optimierung der Mischungen. Die Reduzierung des Torfanteils geht dabei Hand in Hand mit der Zumischung anderer, alternativer Rohstoffen, wie eben Holzfasern oder Naturton. Gerade die Kombination dieser Komponenten ermöglicht die Optimierung des Substrats für einen bestimmten Anwendungsbereich und der Qualität.

Die dynamische Entwicklung der Einheitserdewerke Patzer im Bereich der Rohstoffgewinnung und –entwicklung wird daher auch in Zukunft sicherlich zu weiteren interessanten und innovativen Produkten für den Gartenbau führen. 

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