DKHV: Zukunftslebensmittel Kartoffel im Fokus

Als konstruktiver Teil einer integrierten Agrarwirtschaft macht sich der Deutsche Kartoffelhandelsverband stark für eine nachhaltige Kartoffelstrategie.

Moderator Spill (hinten) mit Zehfuß, Mackensen-Geis, Dübner, Herkenrath und Feuerborn (v.l.) bei der Podiumsdiskussion zur aktuellen Lage der Kartoffelwirtschaft in Deutschland. Bild: DKHV.

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Die Mitglieder des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes e.V. (DKHV) setzen auf das Nachhaltigkeitspotenzial der Kartoffel. Das ist das Fazit der 16. Mitgliederversammlung des Verbandes am 8. Juni in Bad Dürkheim.

„Als Zukunftslebensmittel liefert die Kartoffel Lösungen für zentrale Themen unserer Zeit: Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Damit liegt die Kartoffel im gesellschaft- lichen Trend. Sie ist das Superfood aus Deutschland“, sagt DKHV-Präsident Thomas Herkenrath nach der Mitgliederversammlung des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes (DKHV). Gleichzeitig stehe die Kartoffelwirtschaft vor großen Herausforderungen. „Die Mitglieder haben deutlich gemacht, dass steigende Energiekosten die Kartoffelbranche unter Druck setzen“, kommentiert Herkenrath.

Im Nachgang der Veranstaltung am 9. Juni in Bad Dürkheim luden der DKHV und die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) erstmals zu einem branchenübergreifenden fachpolitischen Forum ein. Olaf Feuerborn, Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt (CDU) und Vorsitzender der UNIKA, Thomas Herkenrath und Moderator Torsten Spill diskutierten mit Isabel Mackensen-Geis, Mitglied des Bundestages (SPD), Johannes Zehfuß, Mitglied des Landtages Rheinland-Pfalz (CDU) und Walter Dübner, Leiter der Unterabteilung 71 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über aktuelle Rahmenbedingen der Kartoffelwirtschaft. Im Kern der Debatte stand die Frage nach der Umsetzung des Transformationsprozesses in der Kartoffelwirtschaft. „Der Druck unter dem die Branche steht, wurde zur Kenntnis genommen. Wir bleiben mit der Politik weiter im Dialog“, bilanzierte Moderator Torsten Spill.

DKHV stellt sich für die Zukunft auf

Grundlage für eine nachhaltige Kartoffelstrategie ist eine solide Datenbasis. Deshalb analysiert die 2021 gegründete „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit“ die gesamte Lieferkette von Züchtung und Erzeugung bis hin zur Verpackung und Verarbeitung. Bei der Mitgliederversammlung stellte die Arbeitsgruppe ihren Zeitplan vor. Anfang 2023 wird sie eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Kartoffelwirtschaft vorlegen. In einem zweiten Schritt wird die Arbeitsgruppe Vorschläge formulieren, um die Prozesse zu optimieren. Aufgrund der aktuell entspannten pandemischen Lage kehrt die Verbandsarbeit zunehmend in die Normalität zurück. Das berichtete DKHV-Geschäftsführer Dr. Sebastean Schwarz.

Die persönliche Teilnahme an Veranstaltungen und Messen ist wieder möglich. Der DKHV ist unter anderem am 7. und 8. September auf der PotatoEurope im niedersächsischen Bockerode vertreten. Auch die Schulungsangebote des Verbandes können wieder in Präsenz stattfinden. Das Schulgartenprojekt ‚Kids an die Knolle‘ ist mit 900 Anmeldungen ein voller Erfolg. Auch eines der bisherigen Highlights der Aktion kann nach der Corona-Pause wieder starten: Im Kochbus haben Schüler vor Ort die Möglichkeit, ihre selbstgeernteten Kartoffeln zu verarbeiten. Der Verband will den Verbrauchern die Kartoffel als Produkt näherbringen. Dafür engagiert sich die Kartoffel-Marketing GmbH (KMG). Hohe Reichweiten jüngster Veröffentlichungen im Print- und Online-Bereich bestärken die Verantwortlichen auf diesem Weg. Mit einer Aktualisierung der Website will die KMG nun noch mehr Kartoffel-Fans gewinnen. (DKHV)

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