Copa-Cogeca: Umreißen Faktoren für Reform

In einer Reaktion auf die Entscheidung der EU-Landwirtschaftsminister heute in Luxemburg, die Gespräche zur Überarbeitung der EU-Ökolandbauverordnung fortzusetzen, haben Copa & Cogeca die für einen Erfolg der Reform entscheidenen Faktoren dargelegt.

Copa & Cogeca.

Anzeige

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Ökolandbau“ von Copa und Cogeca, Kees Van Zelderen, sagte: „Wir können eine erfolgreiche Einigung nur erreichen, wenn mehrere zentrale Elemente Berücksichtigung finden. Insbesondere sollte eine harmonisierte europäische Deklassifizierungsschwelle noch nicht eingerichtet werden, da es zunächst unter anderem eindeutiger Daten zu Anzahl und Ausmaß von zufälliger Kontaminierung von Saatgut und den damit verbundenen, vorläufigen Kosten bedarf. Die Mitgliedstaaten müssen außerdem damit beginnen, die Arbeit ihrer Kontrollstellen zu harmonisieren, ohne übermäßige Verwaltungslasten für die Wirtschaftsteilnehmer zu verursachen.“

Er fuhr fort: „Anstatt der Festlegung eines Zeitraums von 15 Jahren zur Abschaffung der Ausnahmeregelungen zur Verwendung nicht-ökologischen Saatguts und zur Verwendung nicht-ökologischer Tiere zu Zuchtzwecken sollte eine Entscheidung zur Abschaffung der Ausnahmeregelungen unserer Ansicht nach auf den Kenntnissen über die Entwicklung im Bereich ökologische Betriebsmittel in der EU basieren. Parallel dazu sollten alle Wirtschaftsteilnehmer im Ökolandbausektor zusammenarbeiten, um den Markt mit ausreichend Ökosaatgut und ökologischen Tieren zu Zuchtzwecken zu versorgen. Des Weiteren sollten hinsichtlich der Größe von Geflügelställen keine Beschränkungen auferlegt werden, da die Größe eines Stalls in keinem Zusammenhang mit Tierwohlbedenken oder der Nachhaltigkeit der Produktion steht. Außerdem müssen die jährlichen Kontrollen ordnungsgemäß durchgeführt werden, um für regelmäßigen Kontakt zwischen den Zertifizierungsstellen und den Wirtschaftsteilnehmern zu sorgen und so das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.“

Anlass war die Einigung der Minister, die Gespräche zur Überarbeitung mit den letzten Trilog-Gesprächen zwischen Rat, Parlament und Kommission vermutlich Ende des Monats fortzuführen, um eine Einigung unter der maltesischen Ratspräsidentschaft zu erzielen, welche im Juli unter der estnischen Ratspräsidentschaft durch die Minister unterstützt werden würde.

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.