Chrysanthemen: Leim-Plugs im Praxistest

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Die Kultur von Chrysanthemen ist eine der am stärksten automatisierten Kulturen im Zierpflanzenbau.Derzeit wird in den Niederlanden getestet, ob die Kultur mit Hilfe von sogenannten Leim-Plugs noch stärker automatisiert werden kann. Im Vergleich dazu steht nicht nur die derzeit übliche Kulturmethode mit Erdpressballen, sondern auch das direkte Stecken, was einen anderen interessanten Ansatz für ein rationelleres Kulturverfahren bietet (GABOT berichtete).

 

Die Verwendung von Leim-Plugs wird gerade in der Praxis getestet. Dabei wird aus dem sehr lockeren Torfmoos oder Weißtorf ein Plug hergestellt, indem ein biologisch abbaubarer Klebstoff verwendet wird. Aus den Tests, die bisher durchgeführt wurden, ging hervor, dass der unbewurzelte Steckling besser anwächst, dass das weitere Wachstum nahezu perfekt ist und die Blumen zum Erntezeitpunkt schwerer sind. Alles Vorteile, die für den Gärtner von großer Bedeutung sind.

 

Doch im Gegensatz zur Verwendung zu den heute üblichen Presstöpfen benötigt man eine neuartige Pflanzmaschine und es gibt noch ein weiteres Problem: Der Preis der Plugs für 1.000 Stück ist etwa 4 € höher als beim Presstopf. Die Kosten für jeden so produzierten Steckling liegen damit 10% höher. Erst Praxistests werden zeigen können, ob die höheren Kosten für die Leim-Plugs durch den besseren Kulturverlauf und die schwereren Blumen kompensiert werden können. (bbh, hr)

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