BWV: Kritisiert Aussagen der IG BAU

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) weist die Aussagen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft in aller Deutlichkeit zurück.

Landwirte und Gärtner müssen ein umfangreiches Hygienekonzept beachten. Bild: GABOT.

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Die unberechtigte Pauschalkritik der IG BAU sei ein Schlag ins Gesicht für die Betriebe. Mit großem finanziellen und persönlichem Einsatz würden sichere Arbeitsbedingungen für Saisonarbeitskräfte in Zeiten von Corona geschaffen und gleichzeitig die Versorgung mit regional erzeugten, gesunden und hochwertigen Lebensmitteln gesichert.

Landwirte und Winzer müssen bereits seit dem Beginn der Pandemie ein umfangreiches Hygienekonzept beachten, das in vielen Punkten weit über das Verlangte in anderen Branchen hinausgeht. So gehören ein negativer Coronatest im Rahmen der Einreise, eine Arbeitsquarantäne zu Beginn der Tätigkeit sowie das Arbeiten und Wohnen in kleinen, festen Teams schon seit Monaten zum Standard in der Landwirtschaft. Außerdem hatten viele Betriebe im südlichen Rheinland-Pfalz bereits vor Einführung der Testpflicht ihren Saisonarbeitskräften freiwillig regelmäßige Tests angeboten.

Vollkommen unverständlich ist aus Sicht des BWV zudem die Ablehnung der Ausweitung der sozialversicherungsfreien Beschäftigung durch die IG BAU, da dies eine wichtige Maßnahme im Sinne der Pandemiebekämpfung sei. Saisonarbeitskräfte können dadurch über einen längeren Zeitraum in den Betrieben arbeiten, es kommt zu weniger Personalwechsel in den Betrieben, zu weniger Mobilität und in der Konsequenz zu einem reduzierten Infektionsrisiko. Dass mit der Ausweitung der 70-Tage-Regelung auch eine Meldepflicht des Arbeitgebers zur Art der krankenversicherungsrechtlichen Absicherung des Arbeitnehmers eingeführt wurde, unterschlage die Gewerkschaft.

Erstaunlich seien die Aussagen insbesondere vor dem Hintergrund, dass in der Landwirtschaft mit den bisherigen Maßnahmen erfolgreich Ausbrüche wie in anderen Branchen verhindert werden konnten. Darüber hinaus haben die Betriebe laut BWV die Winterpause genutzt, um die Organisationsstrukturen und betriebsinternen Abläufe noch weiter zu verbessern und teilweise erhebliche Investitionen in zusätzliche Unterkünfte getätigt. Dies sei sowohl im Sinne der Mitarbeiter, als auch im Sinne der Pandemiebekämpfung. (BWV)

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