Bundessortenamt: 5 Standorte werden geschlossen

Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen bei der Sortenprüfung, Sortenzulassung und beim Sortenschutz, als Folge der fortwährenden Stelleneinsparungen sowie unter der Maßgabe, den Kostendeckungsgrad für die gebührenrelevanten gesetzlichen Aufgaben deutlich zu erhöhen, wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) entschieden, fünf Prüfstellen beim Bundessortenamt (BSA) bis Ende 2015 sozialverträglich zu schließen.

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Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen bei der Sortenprüfung, Sortenzulassung und beim Sortenschutz, als Folge der fortwährenden Stelleneinsparungen sowie unter der Maßgabe, den Kostendeckungsgrad für die gebührenrelevanten gesetzlichen Aufgaben deutlich zu erhöhen, wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) entschieden, fünf Prüfstellen beim Bundessortenamt (BSA) bis Ende 2015 sozialverträglich zu schließen. 

Die wesentlichen Eckpunkte des Umsetzungskonzeptes für die Neustrukturierung sind: 

• Räumliche Konzentration der gesetzlichen Aufgaben: Die Prüfstellen Kalteneber, Marquardt, Neuhof, Prenzlau und Rethmar werden bis Ende 2015 geschlossen. Die fachlichen, technischen und personellen Kapazitäten an den verbleibenden Standorten können auf diese Weise optimal ausgelastet werden.
• Straffung der gesetzlichen Aufgaben durch Verringerung des Prüfungsumfangs und der Prüfungsintensität bei Wertprüfung und Registerprüfung. Bei der Durchführung der Wertprüfungen sollen weitgehend Dritte (Züchter bzw. Sortenförderungsgesellschaft, Länderdienststellen, private Dienstleister) einbezogen werden.
• Bei der Umsetzung der Maßnahmen frei werdende Kapazitäten sollen insbesondere für die Übernahme neuer Aufgaben aus dem Bereich Biologische Vielfalt genutzt werden.

Es werden folgende Verlagerungen der Registerprüfungen stattfinden:
• Getreide von Rethmar nach Nossen und Magdeburg. Im Herbst 2012 werden in Magdeburg erste Wintergetreidesortimente ausgesät. 
• Gemüse von Rethmar und Marquardt nach Dachwig und Scharnhorst. 
• Stein- und Wildobst von Marquardt nach Wurzen. 
• Zierpflanzen, -stauden und -gehölze von Marquardt nach Hannover. 
• Wintertriticale von Prenzlau nach Nossen.

Von der Schließung der Prüfstellen werden etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sein. Für sie werden in nächster Zeit sozialverträgliche Lösungen erarbeitet. (Quelle: Bundessortenamt) 

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