Brightbox: Angewandte Forschung in Venlo

In den vergangenen Monaten machten die neuen Labore von Fujitsu und Toshiba Schlagzeilen, mit denen die japanischen Großkonzerne in die Gemüseproduktion eingestiegen sind. Ein ähnliches Projekt - wenn auch in etwas kleinerem Stil - wurde Ende Februar auch im niederländischen Venlo offiziell eröffnet.

Die Brightbox in Venlo. Bild: GABOT.

Blick in die Brightbox. Bild: GABOT.

LED-Blichtungselemente in der Brightbox. Bild: GABOT.

Geert Jeucken forscht in der Brightbox. Bild: GABOT.

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In den vergangenen Monaten machten die neuen Labore von Fujitsu und Toshiba Schlagzeilen, mit denen die japanischen Großkonzerne in die Gemüseproduktion eingestiegen sind. Ein ähnliches Projekt - wenn auch in etwas kleinerem Stil - wurde Ende Februar auch im niederländischen Venlo offiziell eröffnet. 

Die so genannte „Brightbox“ in Venlo ist ein Gemeinschaftsprojekt der Firma Botany, der HAS Hogeschool und dem Technikhersteller Philips Lighting unter Einbeziehung der Provinz Limburg. Durch die Kombination von Hi-Tech und Hochschule ist dieses Projekt weltweit einzigartig.

Was ist die Brightbox?
Die Brightbox ist ein Forschungszentrum für vollgesteuerte Mehrlagenproduktion, bei der im Kulturraum alle Faktoren, die das Wachstum einer Pflanze beeinflussen, extern hinzu geführt werden müssen. Kulturmedium, Belüftung, Klimasteuerung und Bewässerung stellen dabei heute kein besonderes Problem mehr dar - in der Klimazelle ist das Licht der entscheidende Faktor. So sorgen in der Brightbox LED-Einheiten, vorrangig mit blauer und roter Farbe, für die richtige Ausleuchtung mit pflanzenverfügbarem Licht. 

Forschen unter realen Produktionsbedingungen
„Es wurde wirklich Zeit für ein Projekt in dieser Größenordnung“, sagt Geert Jeucken von der Firma Botany, die einen Großteil des Know-Hows für diese Anlage beigesteuert hat. „Wir haben 5 Jahre Erfahrung in Sachen gesteuerter Mehrlagenkultur – diese Anlage ist der richtige Schritt in die Zukunft“. In der Brightbox können Unternehmen einzelne Abteilungen mieten und so ihre eigenen Erfahrungen im „vertical farming“ machen. Das ist auch schon geschehen – so gesehen hat das Projekt schon Fahrt aufgenommen.

Die Zukunft: „vertical farming“
Beim Anbau in tageslichtlosen Räumen ist es möglich, das ganze Jahr über in der gleichen Zeit mit den gleichen Spezifikationen die gleiche Qualität zu erzeugen. Es spielt keine Rolle, wo die Produktion stattfindet und Produktionsmengen und Qualitäten können speziell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.

So hergestellte Lebensmittel aus einer so genannten „City Farm“ sind besonders schmackhaft, frisch und gesund. Bei der Herstellung der Klimazelle sind chemische Pflanzenschutzmittel nicht notwendig, da Schädlinge und Krankheiten nicht an die Pflanze gelangen können.

Wie geht es mit der Brightbox weiter?
Die Brightbox ist die erste niederländische City Farm, wo die Produktion in einer Mehrlagenkultur getestet werden kann. Derzeit können die in der Brightbox erzeugten Produkte nicht gekauft werden. Die Betreiber bieten aber die in der Brightbox verwendete Technik an, so dass Interessierte sich selbst eine eigene City Farm bauen und so selbst ins „vertical farming“ einsteigen können. 

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