Brandenburg: Axel Vogel eröffnet Apfelsaison

Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel eröffnet die Apfelsaison in Brandenburg und pflanzt einen Baum der alten heimischen Apfelsorte 'Karower'.

Agrarminister Axel Vogel eröffnet die Brandenburger Apfelsaison 2020. Bild: GABOT.

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Morgen eröffnet Agrarminister Axel Vogel die Apfelsaison 2020 – gemeinsam mit dem Präsidenten des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg, Dr. Klaus Henschel, Landrat Gernot Schmidt (Märkisch-Oderland), Altlandsberg Bürgermeister Arno Jaeschke sowie Peter Thuile, Geschäftsführer der gastgebenden Brandenburger Obst GmbH. Im Rahmen der Aktion „Einheitsbuddeln“ zum 30 Jahrestag der deutschen Einheit pflanzt Vogel vor Ort einen Baum der alten heimischen Apfelsorte 'Karower'. Im Anschluss trifft Vogel Vertreter der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e.V. (LVGA) zu einem Arbeitsgespräch und Rundgang zur überbetrieblichen Ausbildung sowie Weiterbildung in der Arboristik (Baumpflege).

Landwirtschaftsminister Axel Vogel: „Äpfel aus Brandenburg sind frisch, ausgereift und haben nur eine kurze, nachzuverfolgende Lieferkette vom Feld zum Verbraucher. Wir wollen den Obstanbau in Brandenburg halten und unterstützen. Deshalb hat das Land die Obstbauern, die letztes Jahr frostbedingt große Einbußen erlitten, 2020 mit über 3 Mio. Euro geholfen. Wir finanzieren auch Beratungsleistungen – beispielsweise zu wassereinsparenden Anbaumethoden durch die Einhaltung von Fruchtfolgen und zur Steigerung des Humusgehaltes der Böden- sowie fördern einzelbetriebliche Investitionen für wassersparende Bewässerungssysteme“, so Axel Vogel.

Mit 917 Hektar Anbaufläche ist der Apfel das bestimmende Obst im Land Brandenburg. Die Apfelernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich besser aus als 2019, im Jahresmittel bleibt sie für viele Obstanbaubetriebe dennoch unbefriedigend. Ein Thema für die Obstbauern bleibt weiterhin die Frostschutzberegnung ihrer Kulturen. Angesichts zunehmender Dürre- sowie Frostperioden müssen die Betriebe Wege finden, ihre Erträge stabil zu halten und die Anbaumethoden den Folgen des Klimawandels anzupassen.

Gastgeber der diesjährigen Kernobstsaisoneröffnung ist die BB Brandenburger Obst GmbH im „Apfeldorf“ Wesendahl bei Altlandsberg (Märkisch-Oderland). Sie ist Teil eines Firmenverbunds mit Sitz in Wesendahl, der für einen Obstanbau mit langer Tradition im drittgrößten Obstanbaugebiet Brandenburgs steht.

Aktuell geht das Landesamt für Statistik von einer Erntemenge von rund 21.300 Tonnen Äpfel aus. 2019 waren es nur 14.896 Tonnen. Zu den führenden der rund 30 im Einzelhandel angebotenen Sorten in Brandenburg gehören Jonagold, Idared und Pinova. Hauptanbaugebiete liegen in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark (370 Hektar), Märkisch-Oderland (265 Hektar) sowie um Frankfurt (Oder) (265 Hektar).

Karower für Einheitsbuddeln

Im Rahmen der Aktion „Einheitsbuddeln“ pflanzt Minister Axel Vogel vor Ort einen Apfelbaum der weitgehend unbekannten, aber auch in unserer Region vorkommenden Sorte 'Karower'. Der große mittelfrühe, grün-gelbe und knackig-saftige Herbstapfel zum Sorfortverzehr stammt aus den Barnimer Baumschulen Biesenthal der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH.

Das bei den Einheitsfeiern 2019 erstmalig praktizierte Einheitsbuddeln soll zu einer Tradition rund um den Tag der Einheit werden. Brandenburg will ebenfalls Tausende Bäume in die Erde bringen – ob für Wälder, zur Ortsbegrünung oder in Obstgärten. Denn Bäume spenden frische Luft, Freude, Energie und Erholung – Bäume schaffen neben Identität und gutem Klima auch Zukunft und Einheit. (MLUK)

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