Bock Bio Science: Sonnige Bilanz

Das Ziel beim Betrieb einer PV-Anlage ist bekannt. Erneuerbaren Solarstrom erzeugen und diesen im Falle von Bock Bio Science hauptsächlich für die Pflanzenproduktion einsetzen. Dabei die Umwelt schonen und gleichzeitig die Betriebskosten senken. Ein Jahr später ein erster Blick auf die Zahlen.

Stephan und Friederike von Rundstedt. Bild: Maike Menke.

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Die Solaranlage hat im vergangenen Jahr annähernd 160.000 kWh grünen Strom erzeugt und somit rund 100 Tonnen CO2 eingespart. Der so produzierte nachhaltige Strom wurde zu nahezu 100% für den Betrieb des Pflanzen- und Gewebelabors eingesetzt. In erster Linie sei es wichtig, die Laborproduktion der vegetativen Pflanzenvermehrung verantwortungsvoll und zunehmend klimaneutral zu gestalten. „Wir haben unser Soll mehr als erfüllt und können mit Stolz verkünden, dass unsere Laborproduktion somit zu einem nicht unbedeutenden Teil über Solarenergie abgewickelt werden kann“, freut sich Friederike von Rundstedt, Mitinhaberin bei Bock Bio Science und zuständig für den Bereich Forschung und Entwicklung.

Nicht erst seit dem letzten Jahr hat der Pflanzenproduzent Bock sich den Klimaschutz groß auf die Fahne geschrieben. Bereits seit 2006 werden für die Beheizung der Gewächshäuser ausschließlich CO2-neutrale Holzhackschnitzel verwendet, was Bock nicht nur den TASPO Award für das beste Energiekonzept des Jahres einbrachte, sondern auch noch die Mitgliedschaft im renommierten Bremer Netzwerk „PUU“ (Partnerschaft Umwelt Unternehmen). PUU ist ein Netzwerk von ausgewählten Unternehmen, die sich für den Klimaschutz engagieren. Es unterstützt Bremer und Bremerhavener Unternehmen dabei, nachhaltiges Wirtschaften gewinnbringend in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Aufgenommen werden nur Unternehmen, die dem Klimaschutz eine nachweislich entscheidende Rolle einräumen. „Als wir Mitglied wurden, waren wir unter den ersten fünf Unternehmen in Bremen. Heute zählt die PUU fast 200 Mitglieder“, so Stephan von Rundstedt, Geschäftsführer der Bock Bio Science GmbH.

Das Bemühen um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz ist für die von Rundstedts somit seit jeher ein wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Handelns. So ist es nachvollziehbar, dass sie mit dem Bremer Umweltpreis 2019 für die innovative Idee zu RoBo®Cut ausgezeichnet wurden. Ein hochmodernes, komplexes Robotorsystem, das sich fortschrittlichster Hard- und Software, speziell im Bereich Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz bedient und das dazu dient, zuverlässig, automatisch und kostengünstig ökologisch einwandfreie Pflanzen in vitro zu produzieren. Die nachhaltigen Systeme aus der RoBo®Cut-Familie reduzieren weltweit CO2-Emissionen und ermöglichen den Pflanzenvermehrern der Welt, vor Ort fair für ihre eigenen Märkte zu produzieren. Das RoBo®Cut System ist ein aktiver Beitrag zu „Mehr Pflanzen pflanzen“ und für den Erhalt einer lebenswerten Welt. „In Zeiten des Klimawandels wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, den produktionsbedingten CO2-Ausstoß so weit wie möglich abzuschaffen“, sagt Stephan von Rundstedt. „Mit der PV-Anlage auf unserem Dach tun wir dies und freuen uns, dass unsere Pflanzenproduktion auf diese Weise wieder ein entscheidendes Stück „grüner“ wird. Bei einer voraussichtlichen Amortisationsdauer von knapp 7 Jahren ist die Maßnahme zudem auch wirtschaftlich ein Erfolg für uns.“

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