BIO AUSTRIA: EU muss Position zu Glyphosat-Zulassung überdenken

Einmal mehr wurde eine Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der EU vertagt, weil schon vor einer möglichen Abstimmmung klar war, dass unter den Mitgliedstaaten weder eine Mehrheit dafür noch dagegen erreicht werden konnte.

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Einmal mehr wurde eine Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in der EU vertagt, weil schon vor einer möglichen Abstimmmung klar war, dass unter den Mitgliedstaaten weder eine Mehrheit dafür noch dagegen erreicht werden konnte. „Dass sich unter den Mitgliedsstaaten keine qualifizierte Mehrheit für den Vorschlag der EU-Kommission, die Zulassung von Glyphosat zu verlängern gefunden hat, ist ein positives Signal. Die EU-Kommission muss jetzt ihre Position zum Totalherbizid gründlich überdenken und Verantwortung für Gesundheit und Umwelt übernehmen“, kommentiert BIO AUSTRIA Obfrau Gertraud Grabmann die heutige Vertagung.

„Im Prinzip ist es ganz einfach zu einer Entscheidung zu kommen: Die EU-Kommission muss sich in dieser Frage nur nach dem Vorsorgeprinzip richten, dann wäre klar, dass eine weitere Zulassung für Glyphosat nicht in Betracht gezogen werden kann“, so Grabmann weiter. Das in der EU geltende Vorsorgeprinzip besagt, dass keine Zulassung erfolgen darf, solange Bedenken bezüglich der Gefahren eines Produktes nicht ausgeräumt werden können. „Die bestehenden Zweifel an der Unbedenklichkeit von Glyphosat sind überwältigend. Die EU-Kommission muss daher ihre Position gründlich ändern und den Antrag auf Verlängerung durch die Chemie-Industrie ablehnen“, fordert Grabmann.

„Die vielen tausend Biobäuerinnen und -bauern und auch immer mehr konventionelle Betriebe in Europa zeigen jeden Tag aufs Neue, dass die Landwirtschaft ohne Totalherbizide auskommt. In der biologischen Landwirtschaft werden Beikräuter mit innovativen Methoden, wie Fruchtfolgemaßnahmen ohne Risiken für Mensch und Umwelt reguliert. Das funktioniert einwandfrei, erhält die Artenvielfalt und verursacht keine externen Kosten für die Gesellschaft“, betont die BIO AUSTRIA Obfrau abschließend.  

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