BdB: Politischer Austausch zur Zukunft der Baumschulbranche

Im Rahmen der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen fand ein intensiver politischer Austausch zwischen der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher MdB, und der Spitze des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V. statt. Für den BdB nahmen Präsident Hajo Hinrichs sowie Hauptgeschäftsführer Markus Guhl an dem Gespräch teil.

Politischer Austausch zur Zukunft der Baumschulbranche auf der IPM Essen.

Anzeige

Im Mittelpunkt des Austauschs standen zentrale Herausforderungen der deutschen Baumschulbranche, die vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und wirtschaftlicher Belastungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diskutiert wurden unter anderem offene Fragen zur Anwendung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb bei der Kommunikation von Umweltleistungen von Gehölzen sowie die Notwendigkeit klarer und rechtssicherer Rahmenbedingungen für die Betriebe.

Ein weiteres zentrales Thema war der vom BdB seit Langem geforderte Quarantäne-Entschädigungsfonds für Baumschulen beim Auftreten von EU-Quarantäneschaderregern. Der Verband unterstrich die existenzielle Bedeutung eines solchen Instruments für die überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe.

Darüber hinaus thematisierten die Gesprächspartner die jüngsten Entwicklungen rund um die EU-Verpackungsverordnung. Eine mögliche erneute Einstufung von Pflanzentöpfen als Verpackung würde nach Einschätzung des BdB zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen für den Gartenbau führen. Der Verband appellierte an die Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene für die bislang vertretene Auslegung einzusetzen.

Auch die Zukunft der gartenbaulichen Lehre und Forschung sowie der Erhalt eines eigenständigen Gartenbaureferates auf Bundesebene waren Gegenstand des Gespräches. Der BdB machte deutlich, dass leistungsfähige Forschungs- und Ausbildungsstrukturen eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Branche sind.

BdB-Präsident Hajo Hinrichs erklärte: „Unsere Baumschulen leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag zu Klimaanpassung, Biodiversität und lebenswerten Städten und Gemeinden. Damit sie diese Leistungen auch künftig erbringen können, brauchen die Betriebe verlässliche, praxistaugliche und rechtssichere politische Rahmenbedingungen. Der konstruktive Austausch mit Frau Staatssekretärin Breher ist dafür ein wichtiges Signal.“

Der Bund deutscher Baumschulen e.V. begrüßt den Dialog und sieht in dem Gespräch einen wichtigen Schritt, um die Anliegen der Baumschulbranche weiter in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.