BayWa: Teilnahme am Copernicus Masters Programm

BayWa lobt Wettbewerb zum Einsatz von Satellitendaten in der Landwirtschaft aus.

BayWa lobt Wettbewerb zum Einsatz von Satellitendaten in der Landwirtschaft aus. Bild: BayWa.

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Mit einer eigenen Kategorie „Smart Farming“ beteiligt sich die BayWa AG erstmals an dem internationalen Wettbewerb Copernicus Masters 2018. Der Münchener Handels- und Dienstleistungskonzern sucht in diesem Rahmen innovative Ideen, Projekte und Technologien, die das Potenzial haben, in Verbindung mit Satellitendaten die landwirtschaftliche Produktion effizienter und nachhaltiger zu machen. Bis 30. Juni dieses Jahres können sich Start-ups, Forschungsgruppen, Studenten, aber auch Privatpersonen über die Internetseite www.copernicus-masters.com bewerben. Dem Sieger winkt neben einem Preisgeld von 5.000 Euro die Unterstützung der BayWa und ihrer Beteiligungsgesellschaften, um die Innovation in den Markt zu bringen. Das Copernicus Masters Programm wurde 2011 durch die AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen erstmals aufgelegt. Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) werden seither satellitenbasierte Innovationen ausgezeichnet, die helfen, globale Herausforderungen zu meistern.

„Für die Düngung, Saat und Bewässerung bieten wir den Landwirten schon heute praxiserprobte Lösungspakete in Kombination mit Satellitendaten an“, sagt Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG. „Die Auslobung eines Wettbewerbs ,Smart Farming‘ im Copernicus Masters Programm ist für uns ein interessanter Weg, bestehende Anwendungen durch neue Ansätze zu ergänzen oder weitere satellitenbasierte Innovationen zu entdecken und unseren Kunden nutzbar zu machen.“

Eine frühzeitige Erkennung von Pflanzenkrankheiten aus dem Weltall zum Beispiel kann helfen, gezielt nur die Stellen im Feld zu behandeln, bei denen ein Ausbruch droht. Heute macht der Landwirt auf Grundlage von Wetterdaten und seiner Erfahrung eine Risikoabschätzung und spritzt präventiv, wie bei einer Impfung. Werden Betriebsmittel aber satellitenbasiert appliziert, schont das die Umwelt, schützt Nützlinge und spart dem Landwirt Zeit. Tierherden, die - zum Beispiel in Afrika und Südamerika auf großen Flächen, aber auch in Europa auf Almen und Halligen - zeitweise autonom leben, könnten mit Hilfe von Satelliten überwacht werden. Die regelmäßige Bestandsaufnahme, ob die Herde vollständig und alle Tiere gesund sind, wäre viel effizienter als bisher.

„An Ideen mangelt es nicht. Oft scheitern Start-ups am Wissen, an der Erfahrung und den Kontakten, die auf dem Weg zur Marktreife notwendig sind“, sagt Jörg Migende, Chief Digital Officer der BayWa AG. „Mit unserem Mentoren-Programm können wir dem Sieger der Kategorie ,Smart Farming‘ direkten Zugang zu den künftigen Anwendern seiner Innovation, den Landwirten, bieten.“

Gemeinsam mit den Marktstrategen der BayWa entwickelt der Gewinner eine Go-to-Market Strategie und identifiziert potenzielle Kundengruppen. Neben den BayWa Handels- und Partnernetzwerken kann der Sieger dabei die Software der BayWa Tochter FarmFacts, NEXT Farming, als Kundenplattform nutzen sowie das Know how der BayWa Beteiligung Vista GmbH, bei der Auswertung von Satellitendaten. Der Preis enthält außerdem die Möglichkeit, die ausgezeichnete Innovation in verschiedenen Ländern und somit unter wechselnden Bedingungen in Feldversuchen zu testen. Gefördert von der Europäischen Kommission erhält der Sieger außerdem das Nutzungsrecht für Satellitendaten im Wert von 5.000 Euro.

Copernicus Masters Programm

Das Copernicus Masters Programm ist ein internationaler Wettbewerb mit dem Ziel, Geschäftsideen für den zivilen Einsatz von Satellitendaten zu entdecken und auf dem Weg zur Marktreife zu fördern. Der Wettbewerb findet in diesem Jahr in 15 Kategorien statt. Neben der BayWa AG loben unter anderem auch die Europäische Weltraumorganisation, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus die Preise aus. (Quelle: BayWa)

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