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BayWa: Legt in Württemberg weiter zu
Die BayWa hat ihren Umsatz 2012 in Württemberg weiter gesteigert. Wie beim Pressegespräch am Freitag in Stuttgart dargestellt, lag der Umsatz bei 744 Mio. Euro* und damit fast 10% höher als im Jahr 2011 (677 Mio. Euro*). Für das laufende Jahr gehen die Verantwortlichen in der Region für die Bereiche Agrar, Obst, Technik, Energie und Baustoffe von einem erfolgreichen Geschäftsverlauf aus. Der Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa, in diesem Jahr 90 Jahre alt, ist in Württemberg an 97 Standorten mit 1.401 Mitarbeitern vertreten. Auch 2012 lag die Ausbildungsquote mit 9,2% deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 6%. Die BayWa plant 2013 in Württemberg Investitionen in Höhe von 10,4 Mio. Euro.
"Die gesamtwirtschaftlich gute Lage und die stabil gute Stimmung in der Landwirtschaft haben uns auch im Jahr 2012 sehr gut getan wir sind mit dem Geschäftsjahr sehr zufrieden", sagte Hermann Stöckeler, Leiter des Regionalen Verwaltungszentrums (RVZ) Württemberg der BayWa, bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Der umsatzstärkste Bereich bei der BayWa in Württemberg ist der Agrarhandel, der einen Anteil von 38% einbringt. Die Sparte Energie trägt 19% bei, die Sparte Obst und die Technik jeweils 16 Prozent. Es folgt der Baustoffhandel mit 11%. Die BayWa in Württemberg will den Umsatz im laufenden Jahr weiter steigern wenn auch die Euroschuldenkrise Prognosen insgesamt schwieriger mache.
Für 2013 Investitionen von rund 10,4 Mio. Euro geplant
Im Jahr 2012 investierte die BayWa in Württemberg 11,6 Mio. Euro. Davon gingen rund 70% an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr stehen Investitionen von 10,4 Mio. Euro an. Hermann Stöckeler unterstrich: "Zum 90. Geburtstag der BayWa bauen wir unsere Position als verlässlicher Wirtschaftsakteur in Württemberg weiter aus." Unter den derzeit insgesamt 1.401 Mitarbeitern in Württemberg sind 129 Azubis. Die Ausbildungsquote der BayWa in der Region liegt damit bei 9,2%; die Sparte Technik erreicht sogar 15%.
Agrar: Rückblick auf sehr gute Ernte
Der Umsatz im Agrarbereich in Württemberg lag 2012 bei 285 Mio. Euro (Vorjahr: 245 Mio. Euro). Die Steigerung ist auf die Verbesserung der Absatzmengen in fast allen Erzeugnisbereichen sowie auf erhöhte Preise für Erzeugnisse und Betriebsmittel zurückzuführen. "Wir hatten sehr gute Ernte- und Nacherfassungsmengen bei Getreide und Raps", sagten Gerd Mezger und Sven Schneider, die Agrar-Spartengeschäftsführer für Württemberg. Neue Marktanteile durch neue Dienstleistung: Die Getreideabholung von den Feldern via Container kommt bei den Landwirten gut an. Gute Resonanz gebe es auch auf das Preisabsicherungsmodell Landea. "In Zeiten volatiler Märkte schätzen die Kunden einen starken Partner in punkto Risikomanagement", so Gerd Mezger. Die BayWa startete 2011 mit Landea "und 2012 haben wir bereits doppelt so viele Flächen unter Vertrag dafür genommen".
Sehr positive Resonanz gebe es auch zur Grünlandnachsaat der Eigenmarke Planterra. Die BayWa verleiht hier auch Nachsaatgeräte und baut das Planterra-Spektrum um Saatmais-Sorten aus.
Die Sparte Agrar investiert 2013 in Württemberg rund 4,4 Mio. Euro. In Eutingen werden für rund 900.000 Euro die Kapazitäten im Getreidebereich ausgebaut. Rund 200.000 Euro fließen in die Gossenerweiterung in Haigerloch. Der Standort Bad Saulgau wird umfassend modernisiert. Investitionssumme: rund 500.000 Euro.
Obst: Erweiterter Großmarkt Öhringen in Betrieb
Mit dem Obsthandel erzielte die BayWa in Württemberg 2012 einen Umsatz von 121 Mio. Euro (Vorjahr 107 Mio. Euro). "Ein wesentlicher Grund für den Umsatzanstieg war die Rekordernte 2011, die wir ja 2012 vermarktet haben", erläuterte Helmut Willauer, Vertriebsleiter Obst. Die BayWa ist führender Apfellieferant für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel und größter Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. "Der BayWa-Umsatz mit Obst vom Bodensee und Neckar hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt", stellte Willauer dar. Er unterstrich auch, dass sich das BayWa-Engagement im internationalen Obsthandel und das Geschäft am Bodensee gegenseitig befruchten. Mit der Übernahme von Turners & Growers Limited (T & G), einem Erzeuger und weltweit tätigen Exporteur von Frischobst in Neuseeland, hat die BayWa ihr Obstgeschäft internationaler ausgerichtet. "Schon allein deshalb, weil die deutsche Bevölkerung schrumpft und es in anderen europäischen Ländern eine ähnliche demographische Entwicklung gibt, ist es für die Obstproduzenten am Bodensee sinnvoll, ihre Waren verstärkt auf Märkte anderer Kontinente zu bringen", so Willauer. Vor allem Asien sei beim Obst ein wichtiger Wachstumsmarkt. Die BayWa biete hiesigen Obstbauern die Möglichkeit zum Export. Die Tätigkeit auf verschiedenen Kontinenten mit verschiedenen Vegetationszeiten erschließe den württembergischen Obstbauern via BayWa neue Exportchancen. "Im Dezember haben wir erstmals 40 Tonnen Äpfel vom Bodensee nach Singapur verschifft", so ein Beispiel Willauers.
Rund 5 Mio. Euro investiert hat die BayWa in Erweiterung, Umbau und Modernisierung des Obstgroßmarktes Öhringen. Investiert wurde unter anderem in höhere Lagerkapazitäten (von 2.500 auf 4.700 Tonnen), in Kühlräume, Kühltechnik und Fördertechnik.
Technik: Im Mai ist Eröffnung in Nufringen
Die Technik hat auch 2012 von der guten Ertragssituation und der langfristig guten Stimmung in der Landwirtschaft profitiert der Umsatz stieg um 8 Mio. Euro auf 117 Mio. Euro. "Wir nahmen einen Auftragsüberhang mit ins Jahr 2012 und die Nachfrage blieb unverändert hoch", sagte Spartengeschäftsführer Erich Geßler.
2012 hat der Technikbereich in den neuen Betrieb in Nufringen rund 1 Mio. Euro investiert. Dort ist ein hochmoderner, leistungsfähiger Standort mit Werkstätte (330 Quadratmeter) und Verkaufsraum (120 Quadratmeter) entstanden mit breitem Leistungsspektrum in den Bereichen Landtechnik, Kommunal-, Stall-, Forsttechnik und Kleinmotoristik. Der Standort Herrrenberg, rund fünf Kilometer vom Neubau entfernt, geht in dem neuen Betrieb in Nufringen auf. "Der immer höhere Spezialisierungsgrad in der Landwirtschaft und die intensive Beanspruchung der Maschinen stellen hohe Anforderungen an Fachkompetenz und Servicequalität bei der Wartung der Maschinen. Mit der neuen, hochwertig ausgestatteten Werkstatt in Nufringen werden wir diesem Anspruch in vollem Umfang gerecht das sehen wir auch an den vielen positiven Rückmeldungen unserer Kunden aus der Region", merkte Geßler an.
Aufgrund vorliegender Daten und guter Stimmung in der Landwirtschaft rechnen die Sparten Technik und Agrarhandel auch für das laufende Jahr mit einer hohen Investitionsbereitschaft auf Seiten der Kunden.
Energie: 42% Absatzplus bei Schmierstoffen
Der Energiebereich erzielte 2012 einen Umsatz von 139 Mio. Euro (Vorjahr: 127 Mio. Euro). Der Absatz von Heizöl und Holzpellets legte aufgrund niedriger Bevorratung in den Haushalten und eines frühen Wintereinbruchs im 4. Quartal 2012 deutlich zu. "Beim Schmierstoffabsatz konnten wir mit verstärktem Außendienst und dank guter Konjunktur gegenüber dem Vorjahr um 42% zulegen", sagte Heinz Kuhn, Spartengeschäftsführer Energie.
Zum Produkt Holzpellets stellte Kuhn dar: "Wir konnten den Absatz weiter steigern um 13%." Der Markt wachse hier kontinuierlich, auch weil bei der Erneuerung von Heizanlagen Holzpellets als günstige und ökologische Alternative zum Heizöl verstärkt zum Einsatz kommen.
Baustoffe: Chancen durch Photovoltaik 2.0
Im Baustoffbereich lag der Umsatz bei der BayWa in Württemberg 2012 bei 82 Mio. Euro (Vorjahr: 89 Mio. Euro). "Wir haben allerdings einen großen Auftragsüberhang von 2012 ins Jahr 2013 mitgenommen", sagte Sylvio Weise, Leiter Projekte bei BayWa Baustoffe. "Ab November ging im vergangenen Jahr nichts mehr auf dem Bau aufgrund der Witterung", so Weise.
Das Geschäft mit Photovoltaik-Anlagen verlief im 1. und 2. Halbjahr 2012 sehr unterschiedlich. Nach einem großen Andrang auf die Module im 1. Halbjahr, ging im 2. Halbjahr der Absatz aufgrund sinkender Einspeisevergütung zurück. Die Verbraucher profitierten von weiter sinkenden Modulpreisen. Sylvio Weise: "Trotz sinkender Einspeisevergütung sind die Anlagen für Hausbesitzer rentabel bei steigenden Strompreisen ist gerade der Eigenverbrauch interessant. Und die Speichertechnologien, mit denen Haushalte PV-Strom haltbar machen können, eröffnen neue Möglichkeiten. Wir sind bei Photovoltaik 2.0 angelangt."
Im Bereich erneuerbare Energien ist die BayWa außerdem national und international im Projektgeschäft tätig. Das Projektgeschäft verteilt sich auf Windkraft, Solarenergie und Biomasse. Die BayWa entwickelt, errichtet und betreibt für eine begrenzte Zeit Anlagen in diesen Bereichen, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen.
Weiterer wichtiger Baustein für die Energiewende vor Ort: die energieeffiziente Modernisierung von Gebäuden. Dieser Bereich gewinnt bei der BayWa immer mehr an Bedeutung.
Auch beim Thema wohngesundes Bauen sieht die BayWa große Geschäftschancen. Von wohngesunden Baustoffen für den Neubau bis zu Komplettleistungen für die energieeffiziente Sanierung: Die BayWa positioniert sich im Baustoffbereich als spezialisierter Generalist und als Anbieter von Systemlösungen.
Im "Bereich Fliese" hat die BayWa ihre Leistungen mit dem neuen Zentrallager in Weinsberg deutlich verstärkt. 1.000 verschiedene Produkte gibt es dort. Rund 125.000 Euro hat die BayWa in das strategisch wichtige Fliesenzentrum investiert. Neun Fliesen-Fachleute sind dort tätig, ein Arbeitsplatz ist durch die Investition neu entstanden. Zudem flossen 2012 rund 250.000 Euro in Erweiterung und Modernisierung der Ausstellung am Standort Weinsberg. (Quelle: baywa)
*Nach der Ausgliederung der Bau- und Gartenmärkte zum Januar 2012 zählen deren Umsätze nicht mehr zur BayWa AG. Um die Zahlen vergleichbar zu halten, ist der Umsatz 2011 entsprechend bereinigt.

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