Bayer: Operativ stark ins Jahr gestartet

Der Bayer-Konzern ist operativ stark ins Jahr gestartet. Die Konzernergebnis erwartungsgemäß durch akquisitions- und restrukturierungsbedingte Sondereinflüsse um 36,5% auf 1,241 Mrd. Euro gemindert

Für 2019 erwartet der Konzern einen Umsatz von etwa 46 Mrd. Euro. Bild: Bayer.

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Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 4,1% (nominal 42,4) auf 13,015 Mrd. Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 44,6% auf 4,188 Mrd. Euro, wenngleich negative Währungseffekte – ohne Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts – mit 110 Mio. Euro belasteten. Das EBIT verringerte sich um 15,6% auf 1,950 Mrd. Euro. Es wurde gemindert durch Sonderaufwendungen von 1,050 Mrd. (Vorjahr: 78 Mio. ) Euro. Diese standen vor allem in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto (492 Mio. Euro) sowie mit den angekündigten Restrukturierungen (393 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis ging aufgrund der hohen Sonderaufwendungen um 36,5% zurück auf 1,241 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich hingegen trotz der gestiegenen Aktienanzahl um 13,8% auf 2,55 Euro. Den Free Cash Flow verdoppelte Bayer annähernd auf 508 Mio. Euro. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. März 2019 im Vergleich zum Jahresende 2018 um 3,0% auf 36,740 Mrd. Euro – aufgrund negativer Währungseffekte sowie der Erstanwendung der neuen Leasingvorschriften des IFRS 16.

Ergebnis von Crop Science durch Akquisition mehr als verdoppelt

Im Agrargeschäft (Crop Science) setzte Bayer 6,444 Mrd. Euro um (nominal plus 125,2%). Der wpb. Anstieg von 5,5% beruhte auf dem Wachstum in Latein- und Nordamerika. In diesen beiden Regionen wirkten sich auch Leistungsvereinbarungen mit BASF aus. Einen leichten wpb. Zuwachs gab es zudem in der Region Europa/Nahost/Afrika. Der wpb. Umsatz in Asien/Pazifik war hingegen leicht rückläufig.

Die Pro-forma-Umsätze von Crop Science, welche die Übernahme von Monsanto und die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2017 unterstellen, waren währungsbereinigt (wb.) auf Vorjahresniveau (minus 0,2%). Auf dieser Basis legten Herbizide und Insektizide zu. Besonders kräftig wuchs der Bereich Sonstige, vor allem aufgrund von gestiegenen Marktanteilen bei Baumwollsaatgut in den USA und Brasilien. Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften lag auf Vorjahresniveau. Den deutlichsten Rückgang gab es bei Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften – durch Nachfrageverschiebungen in die Vorquartale in Lateinamerika und durch geringere Anbauflächen sowie einen höheren Wettbewerbsdruck in Nordamerika.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 122,8% auf 2,322 Mrd. Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des neu akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der Wegfall des Ergebnisbeitrags der an BASF veräußerten Geschäfte. Das bisherige Bayer-Geschäft wurde zudem durch negative Währungseffekte mit 67 Mio. Euro belastet.

Im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat wurden bis zum 11. April 2019 in den USA Klagen von etwa 13.400 Klägern zugestellt. Das Unternehmen ist weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigt, sich in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen.

Bayer bestätigt Ausblick

Bayer bestätigt die Prognosezahlen – zu konstanten Wechselkursverhältnissen aus dem Jahr 2018 – für das laufende Jahr. Für 2019 erwartet der Konzern einen Umsatz von etwa 46 Mrd. Euro. Dies entspricht einer wpb. Steigerung um etwa 4%. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA will Bayer auf rund 12,2 Mrd. Euro steigern. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie plant das Unternehmen einen Anstieg auf etwa 6,80 Euro. Auch die Prognosen für die Segmente sind unverändert gegenüber dem Geschäftsbericht 2018. (Bayer)

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