Baumschultechnik 2019: Erwartungen voll erfüllt

Nach zwei, größtenteils sonnigen Tagen schließt die diesjährige Baumschultechnik mit einem rundum positiven Ergebnis. Der Erwartungen seitens der Aussteller, der Besucher und der Veranstalters wurden - so erste Reaktionen - mehr als erfüllt.

Die Baumschultechnik 2019 zog über als 6.000 Fachbesucher aus 24 Nationen an. Bild: GABOT.

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Gut 320 Aussteller überwiegend aus dem mitteleuropäischen Raum, mehr als 6.000 Fachbesucher (24 Nationen waren vertreten) aus nahezu allen Ländern Europas, den USA, Kanada und aus Fernost und eine Ausstellungsfläche von insgesamt 4 ha sind wohl die wichtigsten technischen Eckdaten der Baumschultechnik 2019. Die Veranstaltung, die sich schwerpunktmäßig auf die Bedürfnisse einer nachhaltigen Gehölzproduktion konzentriert, ist damit die größte ihrer Art in Europa, wenn nicht sogar weltweit.

Die große Bedeutung des Schaufensters des aktuellen Angebotes für die Baumschulwirtschaft (Schlepper, Anbaugeräte, Spezialfahrzeuge, Bewässerungs- und Pflanzenschutztechnik, Hilfsmittel für die Gehölzkultur u.v.a.m.) wurde auch in den Grußworten im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung hervorgehoben.

Die Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Ute Volquardsen verwies auf die sich kontinuierlich verändernden technischen Möglichkeiten, die es intensiv zu nutzen gilt. Sie rief die Baumschulunternehmen dazu auf, sich anlässlich der „Baumschultechnik 2019“ umfassend zu informieren, die Angebote zu begutachten und Fakten zu Neuerungen „zu hören“ und konsequent in den Betriebsalltag einzubinden.

Die Staatssekretärin des Ministeriums für Energieverwendung, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) des Bundeslandes, Dr. Dorit Kuhnt, stellte den Baum – Symbol für sämtliche Produkte der Baumschulwirtschaft – in den Mittelpunkt ihres Grußwortes und hob dessen unverzichtbaren Leistungen hervor. Sie verwies auf zahlreiche vom Ministerium unterstützte Projekte, die helfen sollen, die Gehölzsortimente unter den Bedingungen des begonnenen Klimawandels zu überprüfen und ggf. neu auszurichten. In diesem Rahmen soll auch geprüft werden, wie sich der Pflanzenschutzmitteleinsatz reduzieren und wenn möglich auch ohne Chemie durchführen lässt. Ihre Überzeugung: „Jeder Baum, der gepflanzt oder erhalten wird, ist ein Unterstützer beim Klimaschutz“.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen e.V. /BdB-SH), Axel Huckfeldt verwies auf den hohen Wissenstransfer, auf das Zusammenspiel von „Baumschultechnik 2019“ und der vom Landesverband angebotenen „florum 2019 – Holsteiner Baumschultage“ - einer breiten fachlichen Vortragsveranstaltung, die sich an Fachbesucher aus den Bereichen Gehölzproduktion, Garten- und Landschaftsbau, Planer, Kommunen, Facheinzelhandel und Systemhandel richtet.

Der auf Bundes- und EU-Ebene agierende Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., vertreten durch seinen Vizepräsidenten Hajo Hinrichs sieht in der Baumschultechnik ein „Muss“ für einen jeden Gehölzkultivateur. Die hier gezeigten technologischen Entwicklungen werden den Unternehmen helfen, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern. Zudem gilt es, insbesondere die stetig zunehmenden personellen Engpässe zu bewältigen und technische Lösungswege aufzuzeigen, die helfen, den Anforderungen an eine nachhaltige und umweltgerechte Pflanzenproduktion gerecht zu werden. Neben der Einbeziehung der technischen Entwicklung in das Betriebsgeschehen wird es zukünftig notwendig, das Personal kontinuierlich weiterzubilden, um mit einem dem Klima angepassten Gehölzsortiment erfolgreich wirtschaften zu können. Die Baumschulwirtschaft steht auch in Zukunft für das umweltgerechteste Produkt überhaupt!

Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes deutscher Forstbaumschulen (VDF), Martin Sellmann, verwies auf die aktuelle Situation der Wälder in Deutschland und weltweit und beschrieb die Anstrengungen, die notwendig werden, um die vorhandenen Schäden ausgleichen zu können. Die „Baumschultechnik 2019“ ist ein wertvolles Instrument, um alle Baumschulunternehmen bei Entscheidungen für zukunftsorientierte Investitionen zu unterstützen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes deutscher Forstbaumschulen (VDF), Martin Sellmann, verwies auf die aktuelle Situation der Wälder in Deutschland und weltweit und beschrieb die Anstrengungen, die notwendig werden, um die vorhandenen Schäden ausgleichen zu können. Die „Baumschultechnik 2019“ ist ein wertvolles Instrument, um alle Baumschulunternehmen bei Entscheidungen für zukunftsorientierte Investitionen zu unterstützen.

Zufriedene Gesichter bei Besuchern und Ausstellern

Ein reger Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den Besuchern, den Ausstellen und zwischen den Kolleginnen und Kollegen charakterisierte den zweitägigen Messeverlauf.

Auf Nachfrage zeigten sich die in- und ausländischen Besucher überrascht von der Größe und vom Umfang des präsentierten Angebots der „Baumschultechnik 2019“, das - zum Nachschlagen und späteren Orientierung - in dem mehrere hundert Seiten starken Ausstellungskatalog – ein Standardwerk für jedes Baumschulunternehmen - übersichtlich zusammengefasst wurde. Die Veranstaltung wurde übereinstimmend als ein besonderes Highlight im diesjährigen Baumschulkalender eingeordnet, die dazu beigeträgt, Betriebs- und Kulturabläufe zu überdenken und in Zukunft durch zielgerichtete Investitionen auch zu verändern. Man war froh, das Informationsangebot nicht versäumt, sondern dieses intensiv genutzt zu haben.

Neben der Tatsache, sich umfassend über die Entwicklungen von Technik und Kulturverfahren informieren zu können, wurde der kollegiale Informationsaustausch hervorgehoben, der in dieser Intensität kaum an anderer Stelle hätte erfolgen können. Konzept, Umsetzung und Durchführung der „Baumschultechnik“ wurden ausdrücklich gelobt und die Veranstaltung als eine unverzichtbare Orientierungshilfe für die Baumschulbranche eingeordnet.

Seitens der Aussteller wurde insbesondere der Wunsch der BaumschulunternehmerInnen hervorgehoben, den umweltverträglichen und naturschonenden Einsatz von Technik und Ausstattung im Betrieb auszubauen und zu optimieren. Gesucht wurde nach innovativen Antworten auf Herausforderungen in den Bereichen: - Schonung vorhandener Ressourcen ( Boden, Wasser, Energie ), - Hilfestellungen bei der Umsetzung der zunehmend restriktiveren gesetzlichen Vorgaben und nach technischen Lösungen, die helfen, dem sich auch für die Zukunft abzeichnenden Mangel an Fachpersonal erfolgreich begegnen zu können. Das Interesse an den präsentierten Produkten wurde durchweg als gut eingestuft, die intensiv geführten Gespräche als zielorientiert und für beide Seiten informativ. Man hofft auf Basis der in Ellerhoop geknüpften bzw. erneuerten Kontakte auf ein erfolgreiches Nachmessegeschäft.

Das Motto der diesjährigen Technikschau sollte, so viele Besucher und Aussteller der Messe auch für zukünftige Veranstaltungen dieser Art stehen: „Innovation trifft Tradition“ - ein erfolgreiches und sicherlich auch nachhaltiges positives Miteinander.

Das Zusammenspiel von Baumschultechnik und den Holsteiner Baumschultagen – „florum“, einer Vortragsveranstaltung für Gehölzexperten unterschiedlicher Ausrichtung hat beide Veranstaltung positiv beeinflusst und zugleich das Pinneberger Baumschulland, als eines der größten zusammenhängenden Baumschulgebiete weltweit, in den Mittelpunkt des gärtnerischen Interesses gerückt. Unterstützend haben 50 Baumschulunternehmen der Region ihre Tore geöffnet, um interessierten Besuchern ihr Gehölzangebot und ihr Sortiment „vor Ort“ zu präsentieren. (Baumschultechnik)

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