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AVA wird Marktkauf
Nach dem erfolgten Delisting der AVA Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG soll das Bielefelder Einzelhandelsunternehmen demnächst komplett unter dem Namen seiner Vertriebsgesellschaft Marktkauf geführt werden.
Dazu wird die AVA AG in die Marktkauf GmbH als Obergesellschaft der Gruppe umgewandelt, teilte AVA-Vorstandssprecher Gerhard Peter am Donnerstag in Bielefeld mit. Für die übrigen Konzerngesellschaften wird sich nichts ändern. Auch der bisherige Aufsichtsrat der AVA wird nach Mitbestimmungsgesetz als Aufsichtsrat der Marktkauf GmbH weiterbestehen. Die neue Marktkauf GmbH wird dezentral geführt, Sitz der Geschäftsführung wird weiterhin Bielefeld sein.
Der Vorstand der AVA hat sich in enger Abstimmung mit dem Gesellschafter EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG (Hamburg) zum Ziel gesetzt, das Unternehmen auf das Kerngeschäft SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte zu konzentrieren und durch Optimierungsmaßnahmen und gezielte Investitionen zur früher gekannten Ertragsstärke zurückzuführen. Die EDEKA ihrerseits sieht in AVA/Marktkauf eine wesentliche Säule ihres Großflächengeschäfts und hat ihre Bereitschaft erklärt, die notwendigen Restrukturierungsmittel zur Verfügung zu stellen.
Für die verlustreiche Marktkauf-Baumarktsparte werden zur Zeit verschiedene Alternativen geprüft. Die Sparte soll an Partner abgegeben werden, wobei ein Verkauf, ein Teilverkauf oder auch eine Ausgliederung mit neuem Gesellschafter in Frage kommen. Das Auslandsengagement der Marktkauf in Moskau soll beendet werden. Die Finanzressourcen, die für eine Expansion von Marktkauf Rus erforderlich wären, sollen dem Kerngeschäft in Deutschland zugute kommen.
EDEKA-Chef Alfons Frenk, der zugleich auch AVA-Aufsichtsratsvorsitzender ist, hatte vor AVA-Führungskräften erklärt, dass es bei der verstärkten Integration der AVA/Marktkauf in die EDEKA-Gruppe neben der Neustrukturierung auch um Leistungssteigerungen auf der Einzelhandelsvorstufe gehen werde. Zur Zeit werde geprüft, in welchem Umfang Synergien auf den Gebieten Verwaltung, Logistik sowie Fleisch- und Wurstbelieferung erzielbar seien. Mit Ergebnissen dieser Prüfung sei nicht vor Jahresmitte 2006 zu rechnen. Bei der Warenbeschaffung sei sichergestellt, dass Marktkauf die EDEKA-Einstandspreise zur Verfügung stehen.
Wegen der Verluste der Marktkauf-Baumarktsparte und gleichzeitig rückläufigen Ergebnissen in anderen Geschäftsbereichen hatte die AVA 2005 bei unverändert 5,6 Mrd. Euro Konzernumsatz mit einem Verlust von 17,7 Mio. Euro (Vorjahr: 42,9 Mio. Euro Jahresüberschuss) abgeschlossen. (ava)

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