Aldi Suisse bläst Bauprojekt in Wigoltingen TG ab

Der Discounter gab jetzt den Verzicht auf das Bauvorhaben bekannt.

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Aldi Suisse verlegt seinen Hauptsitz samt einem Ostschweizer Verteillager nicht ins thurgauische Wigoltingen. Der Discounter gab am 16. April den Verzicht auf das Bauvorhaben bekannt.

Einsprachen verzögerten das Projekt zu sehr, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Aldi Suisse wollte direkt neben der Autobahn A7 auf dem Gemeindegebiet von Wigoltingen auf 23 Hektar Fläche seinen Schweizer Hauptsitz sowie ein Verteillager bauen. Die Gemeindeversammlung hat dem Vorhaben im Sommer 2007 klar zugestimmt. Dazu hätte das benötigte Land umgezont werden müssen, weil es heute in der Landwirtschaftszone liegt. Die Gemeinde selbst wollte zusätzliche 11 Hektar Fläche im gleichen Gebiet umzonen, um weitere Unternehmen ansiedeln zu können.

Für eine Umzonung in dieser Größenordnung muss der kantonale Richtplan durch den Großen Rat geändert werden. Der geänderte Plan untersteht dann noch der Genehmigung durch den Bund. Bisher ist die Richtplanänderung aber beim Großen Rat noch nicht einmal traktandiert. Gleichzeitig sind noch diverse Einsprachen beim Baudepartement hängig.

Gegen das Projekt wandten sich vor allem der kantonale Bauernverband und die Grünen. Sie wehrten sich gegen die Umzonung besten Landwirtschaftslands in eine Gewerbe- und Industriezone. Außer ihnen wollte auch eine Minderheit in Wigoltingen nichts von dem Vorhaben wissen.

Aldi hat nun seine Ansiedlungspläne für Wigoltingen aufgegeben, weil es ihm zu lange dauert, bis das Projekt realisiert werden könnte. Man konzentriere sich derzeit auf einen anderen Standort ausserhalb des Thurgaus. Dort seien die "baulichen und rechtlichen Voraussetzungen in einem fortgeschrittenen Stadium", teilte Aldi mit. (lid)

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