Aktuelle Wetterwarnung: Schneedruckschäden vermeiden

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor großen Schneemassen, die am Wochenende teils unwetterartig über der Nordhälfte Deutschlands niedergehen können.

Für den Schneesturm am ersten Februarwochenende gerüstet: Der Betrieb Schachtschneider Stauden verbaute 250 Metallstützen. Bild: Schachschneider.

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Betroffen ist vermutlich ein breiter Streifen, der sich von Niedersachsen und dem Münsterland bis hin nach Brandenburg und Sachsen zieht. In Kombination mit Dauerfrosttemperaturen entstehen daraus leicht massive Schneedruckschäden in Gewächshäusern. Die Gartenbau-Versicherung rät daher ihren Mitgliedern dringend, die Wetterlage vor Ort wachsam zu beobachten und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass oft einfache Maßnahmen reichen, um große Schäden zu vermeiden“, sagt Alexander von Kürten, Prokurist der Gartenbau-Versicherung. Bei beginnendem Schneefall sollten zunächst alle Wärme dämmenden Maßnahmen ausgesetzt werden. Außerdem sollte, soweit kulturtechnisch vertretbar, die Temperatur im Gewächshaus so erhöht werden, dass der Schnee abtauen kann. „Wenn auf den Gewächshausflächen erst einmal Schnee liegen bleibt, kann er durch verspätetes Hochfahren der Temperatur praktisch nicht mehr abgetaut werden. Schneedruckschäden sind dann vorprogrammiert“, so von Kürten weiter. Alternativ könnten gefährdete Stellen auch vorab gezielt gestützt werden, wie es zum Beispiel der Mitgliedsbetrieb Schachtschneider aus Neerstedt/Oldenburg vormacht. Dort wurden nach den ersten Warnungen in Windeseile heute bereits 250 Metallstützen verbaut, um die Dachflächen vorsorglich zu stützen. Solche Stützen können übrigens auch ausgeliehen werden. Wenn zu dem Schneefall schließlich auch noch Wind hinzukommt, so wie es von den Meteorologen abgekündigt wurde, kommt es zu Schneeverwehungen. Diese sollten – sofern möglich – von Dachflächen oder von der Stehwand entfernt werden.

„Was an diesem Wochenende vor allem im Norden gilt, empfehlen wir zur Bekämpfung von Schneedruckschäden grundsätzlich natürlich in ganz Deutschland“, sagt Alexander von Kürten abschließend mit Blick auf die winterliche Wetterlage in den nächsten Wochen. (GV)

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