AIPH: Forschungsergebnisse zu grüneren, gesünderen Städten veröffentlicht

Internationale Forschungsergebnisse zu den wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Ansätzen für grünere, gesündere und lebenswertere Städte wurden in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Cities & Health" zusammengefasst, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Vereinigung der Gartenbauproduzenten (AIPH) und der Expo 2023 in Doha, Katar, herausgegeben wurde.

Der AIPH-Stand auf der Expo 2023 Doha Qatar. Bild: © AIPH.

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Die Sonderausgabe „Living Green, Liveable Cities“ markiert einen wichtigen Schritt in der Arbeit der AIPH, die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Praxis der Stadtbegrünung zu stärken. Sie vereint Forschungsarbeiten, die untersuchen, wie Pflanzen und Natur zur menschlichen Gesundheit und zum Wohlbefinden, zu stärkeren Gemeinschaften und zu gesünderen städtischen Umgebungen beitragen können.

Wichtig ist, dass sich „Living Green“ speziell auf den Einsatz von Pflanzen innerhalb des städtischen Gefüges bezieht und damit deren Beitrag von den umfassenderen Nachhaltigkeitsmaßnahmen unterscheidet, die oft mit der Schaffung „grüner“ Städte in Verbindung gebracht werden.

Die Sonderausgabe baut auf einer Zusammenarbeit zwischen der AIPH, der Expo 2023 Doha Katar und „Cities & Health“ auf, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Ansätze zu untersuchen, die das von der Expo vorgestellte Konzept stützen: Dass die Integration von „Living Green“ in Städte dazu beitragen kann, gesündere und lebenswertere Orte zu schaffen. Die Initiative begann mit dem Forschungssymposium „Living Green, Liveable Cities“, das im Februar 2024 parallel zur Expo 2023 Doha Katar stattfand und Forscher sowie Praktiker zusammenbrachte, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse und deren Anwendung auf die praktischen Herausforderungen zu untersuchen, denen Städte weltweit gegenüberstehen.

„Als wir das Symposium ‚Living Green, Liveable Cities‘ ins Leben riefen, war es unser Ziel, die Kluft zwischen akademischer Forschung und städtischer Praxis zu überbrücken. Die Veröffentlichung dieser Sonderausgabe ist ein wichtiger Meilenstein – sie legt den Stadtverantwortlichen die fundierten Erkenntnisse direkt vor Augen und zeigt, dass grüne Infrastruktur eine wesentliche Grundlage für gesunde, resiliente Städte ist,“ sagte Dr. Audrey Timm, Technical Initiatives Manager, AIPH.

Evidenz für grünere Städte schaffen

Die Sonderausgabe bündelt Forschungsergebnisse zu drei miteinander verbundenen Themenbereichen: „Soziale und kulturelle Gesundheit“, „Gesundheit und Wohlbefinden“ sowie „Umweltgesundheit“.

Gemeinsam untersuchen die Forschungsarbeiten, wie sich ein grünes Leben auf das städtische Leben auswirkt – von den erholsamen Eigenschaften begrünter Umgebungen und Möglichkeiten für soziale Kontakte bis hin zur Artenvielfalt und der Umweltgesundheit im weiteren Sinne. Zudem werden die Bedeutung der Qualität und Gestaltung von Grünflächen, naturbasiertes Denken, indigenes Wissen und die aktive Beteiligung der Bevölkerung beleuchtet.

Die Publikation bündelt Forschungsergebnisse, um Stadtverantwortlichen, Planern, Fachleuten aus den Bereichen Landschaftsgestaltung und Gartenbau, Forschern und anderen Akteuren, die an der Gestaltung städtischer Umgebungen beteiligt sind, eine nachhaltige Informationsquelle zur Verfügung zu stellen. Entscheidend ist, dass sie die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis unterstützt und Städten dabei hilft, wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Ansätze zu nutzen, um fundierte Entscheidungen über die Planung, Gestaltung und Bewirtschaftung städtischer Räume zu treffen.

Von der Forschung zur Praxis in Doha

Das Forschungssymposium „Living Green, Liveable Cities“ bildete die Grundlage für diese Arbeit, bei dem die beitragenden Autoren Forschungsergebnisse zu den drei Themen vorstellten, die später die Sonderausgabe prägten.

Die Expo 2023 in Doha, Katar, bot einen besonders passenden Rahmen für diese Diskussionen. Sie fand vom 2. Oktober 2023 bis zum 28. März 2024 unter dem Motto „Green Desert, Better Environment“ statt und war die erste von der AIPH anerkannte Internationale Gartenbauausstellung, die in einem Wüstenklima veranstaltet wurde.

Für die AIPH spiegelt diese Initiative das umfassendere Bestreben wider, die wissenschaftlichen Belege für die Stadtbegrünung zu stärken und sicherzustellen, dass dieses Wissen die Entscheidungsträger in der Stadtgestaltung erreicht. Durch die Zusammenführung von Forschern und Praktikern trägt die AIPH dazu bei, ein stärkeres gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie „Living Green“ zu gesünderen, widerstandsfähigeren und lebenswerteren städtischen Umgebungen beitragen kann.

Die AIPH setzt sich für die Kraft der Pflanzen ein und fördert deren wesentliche Rolle bei der Schaffung lebendiger städtischer Räume, in denen Menschen und Unternehmen gedeihen können.

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