Sieger geehrt: Die Gärten des Jahres 2025

Zum nunmehr zehnten Mal zeichnete der Callwey Verlag im Februar 2025 mit dem Wettbewerb "Gärten des Jahres" die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum aus.

"Mir war schnell klar, dass der Blick in die Tiefe des Raumes herausgearbeitet werden muss. Das Grundstück hat eine Länge von 130 Metern, die ich 'laufen lassen' wollte", erklärt Burkhard Damm seine Idee vom jetzt ausgezeichneten Garten in Krefeld. Foto: Callwey / S.Rothe.

Eine renommierte, achtköpfige Jury hatte aus den zahlreichen von Landschaftsarchitekten, Gartengestaltern sowie Garten- und Landschaftsbauern eingereichten Arbeiten zunächst die 50 besten ausgewählt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf ganzheitliche Konzepte gelegt, die den Garten auf individuelle Weise zum erweiterten Wohn- und Genussraum ihrer Nutzer machen. Es sollte zudem eine starke Idee hinter der Gestaltung stecken, der sich Pflanzen, Materialien, Produkte etc. unterordnen. Aus vorliegenden Projekten erkor die Jury schließlich den Preisträger und den Newcomer des Jahres und sprach vier weitere Anerkennungen aus.

Der Sieger

Den ersten Preis 2025 erhielt das Planungsbüro Burkhard Damm für einen Privatgarten am Stadtrand von Krefeld (NRW), der unter der Überschrift „Was Weite bedeutet" am Wettbewerb teilnahm. Die niederrheinische Landschaft hinter dem 2.500 Quadratmeter großem Areal spielte bei seiner Planung eine entscheidende Rolle und wurde zum zentralen Thema des weitläufigen Gartens. „Mir war schnell klar, dass der Blick in die Tiefe des Raumes herausgearbeitet werden muss. Das Grundstück hat eine Länge von 130 Metern, die ich 'laufen lassen' wollte", erklärt Damm. Diese Weite betont der Landschaftsarchitekt mit langen Achsen, die er in den Garten legte. Sie orientieren sich an der Ausrichtung des Hauses und seiner Umgebung und sorgen für klare Struktur. Eine dieser Achsen bildet der Hauptweg, der vom Vorgarten gerade über nahezu das gesamte Gelände verläuft. Eine 'Gräserdrift' aus trockenresistenten Stauden und Gräsern formt die zweite. Sie führt direkt am Pool vorbei, der am Rand des Gartens platziert wurde und daher im Gesamtbild nicht zu dominant wirkt. Die dritte Achse ist ein 'Rasen-Wiesenstreifen', der die Pferdekoppeln hinter dem Grundstück optisch scheinbar ohne Unterbrechung mit dem Wohnhaus verbindet. Angelegt wurde der Garten, der noch viele weitere interessante Details aufweist - z.B. eine gut integrierte Außenküche - vom Garten- und Landschaftsbauunternehmen Zanders aus Viersen.

Die Arbeit in Krefeld überzeugte die Jury in mehrfacher Hinsicht. „Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Burkhard Damm ist herausragend im Umgang mit Material und Pflanze, besticht aber vor allem durch seine geschickte gestalterische Zonierung mit einem vorbildlichen Übergang in die freie Landschaft", heißt es in der Jury-Begründung. „Wohnhaus und Garten bilden in Material, Gestalt, Form und Farbe eine nahezu mustergültige Einheit. Der Einsatz möglichst nachhaltiger Materialien wurde in allen Bereichen nicht nur konsequent umgesetzt, sondern wie auch beim Naturstein aufeinander abgestimmt. ... Die überzeugende Aussage des Gartens ist jedoch die dem Standort und den Herausforderungen des Klimawandels angepasste Bepflanzung in gelungener Kombination mit ausgewählten Solitärgehölzen, Stauden und Gräsern." (Quelle: GPP)

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