FSI: Neuer Schwellenwert für kleinere Erzeugerbetriebe

Die Floriculture Sustainability Initiative (FSI) ermöglicht kleineren Erzeugerbetrieben den Einstieg in die 100%ige Zertifizierung der Nachhaltigkeit.

Die Floriculture Sustainability Initiative (FSI) ist eine internationale Plattform zur Förderung von Transparenz und Nachhaltigkeit in der Zierpflanzenbranche.

Der Vorstand der Floriculture Sustainability Initiative (FSI) hat am 30. Mai 2024 den Umsatz-Schwellenwert für kleineren Erzeugerbetrieben in ‘the Global North’ festgelegt. Eine spezielle FSI-Projektgruppe hat sich kürzlich in enger Abstimmung mit verschiedenen Interessengruppen des Zierpflanzenbaus mit diesem Thema befasst. Damit besteht jetzt Klarheit, welche Erzeugerbetrieben zu dieser Gruppe gehören, sodass sich diese auf eine Nachhaltigkeitszertifizierung vorbereiten können. Der nächste Schritt besteht darin, das vereinfachte Zertifizierungsmodell für diese Gruppe auszuarbeiten. Das wird in Kooperation mit GLOBALG.A.P. und MPS und nach Gesprächen mit Erzeugerbetrieben aus dieser Gruppe im Sommer geschehen. Diese Umsatzfestlegung ist der Beginn der nächsten Phase auf dem Weg zu einer 100 %-igen Nachhaltigkeitszertifizierung, speziell für die kleineren kleineren Erzeugerbetrieben. Für alle anderen Gruppen gibt es bereits eine klare Definition und einen klaren Zeitrahmen. Schon zuvor hatte die Zierpflanzenbranche gemeinsam den Weg zu einer Nachhaltigkeitszertifizierung beschritten, auf dem Erzeuger und Käufer zusammenarbeiten, um die Nachhaltigkeit und die Transparenz in der Zierpflanzenbranche zu fördern.

Die nun beschlossene Umsatzschwelle bedeutet, dass Erzeuger mit einem jährlichen Gesamtumsatz mit Zierpflanzenerzeugnissen von weniger als 250.000 Euro, aus ‘The Global North’ (hauptsächlich Europa und Israel), unter die Definition des Kleinerzeugers fallen. Für Erzeuger aus anderen Ländern wird die Festlegung in der zweiten Hälfte dieses Jahres unter Berücksichtigung der spezifischen Umstände und Marktbedingungen erfolgen.

Weitere Schritte

„Jetzt, da die Umsatzschwelle für kleineren Erzeugerbetrieben in 'the Global North’ feststeht, wird die FSI-Arbeitsgruppe zusammen mit MPS und GLOBALG.A.P. in nächster Zeit den weiteren Schritt machen und ein genaues Modell und einen Zeitrahmen für die kleineren Erzeugerbetrieben entwickeln“, sagt Jeroen Oudheusden, Mitglied im Vorstand von FSI. „Dabei werden auch Erzeuger und Käufer in Konsultationsgesprächen einbezogen. Dieser Konsultationsprozess ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Regelung in die tägliche Praxis der kleineren Erzeugerbetrieben passt, praktisch und erschwinglich ist. Dieses schrittweise Vorgehen ist Teil des Weges zu einer 100 %-ige Zertifizierung für Erzeuger, wobei kleinere Erzeugerbetrieben mit diesem Modell ebenfalls die Möglichkeit erhalten, ein Nachhaltigkeitszertifikat gemäß den FSI-Anforderungen zu erwerben.

Nach den Konsultationsgesprächen mit Erzeugern und Käufern im Juli und August und weiteren Entscheidungsprozessen wird der Entwurf des Modells für kleinere Erzeugerbetrieben voraussichtlich im Herbst veröffentlicht und ab Anfang 2025 verfügbar sein, die dann mit ihrer Zertifizierung beginnen können.

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