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NRW: Fachschule für Gartenbau verabschiedet Schüler
Bachelor Professional – das ist gem. Schulministerium die seit diesem Jahr erlaubte Zusatzbezeichnung für die Agrarbetriebswirtinnen und Agrarbetriebswirte (vormals Techniker). Damit wird ihre Niveaugleichheit im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) mit dem Hochschul-Bachelor – beide Stufe 6 - endgültig und anschaulich dokumentiert.
Schulleiter Dr. Kerstjens dankte zunächst allen Beteiligten an Fachschule und Prüfungen für die große Disziplin in der Pandemiezeit. Alle Prüfungen konnten termingerecht und in vollem Umfang durchgeführt werden, das gilt beispielsweise auch für die praktischen Arbeitsunterweisungen zur Erlangung der Ausbildereignung. Damit kann der Führungskräftenachwuchs termingerecht seine nächsten beruflichen Aufgaben in Angriff nehmen. Die Ehrung der Absolventinnen und Absolventen erfolgte nicht in der gewohnt großen Festveranstaltung im GRUGA-Park, sondern klassenweise in den Räumen der Schule.
Eva Kähler-Theuerkauf als Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW sprach die Glückwünsche der Branche aus und bestätigte die Qualifikanten in ihrem eingeschlagenen Berufsweg. Neben der aktuellen Achtsamkeit für Natur und eigenem Garten in der Pandemie sei das große Thema der drohende Klimawandel und seine Folgen. Hier werde unsere Branche zu Recht aktuell ständig um Rat und Strategien seitens der Politik angefragt. Hier an leitender Stelle mitwirken zu dürfen, sei eine dankbare Aufgabe für die neuen Meister und Bachelor.
Präsident H. Christian Leonhards vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW unterstrich in seinem Glückwunsch, dass wir als Branche alle Mittel haben, um durch eine pflanzenbestimmte Umgebung gerade in den Städten den Folgen der Wetterextreme zu begegnen. Die Studierenden hätten in der Fachschule das Rüstzeug bekommen, um an öffentlichen Diskussionen um das Grün und seine Wohlfahrtswirkung mit großer Fachlichkeit teilzunehmen und gefährlichem Halbwissen sachlich zu begegnen.
Präsident Karl Werring von der Landwirtschaftskammer NRW erinnerte an ein von Anfang an schwieriges Schuljahr für die jetzigen Absolventinnen und Absolventen unter den Corona-Einschränkungen. Gleichfalls vermute er, dass im Distanz- und Wechselunterricht Selbstmanagement, Medienkompetenz, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein wichtige Anforderungen an die Studierenden waren. Diese Schlüsselqualifikationen hätten, als Chance in der Krise sozusagen, wohl besonders gut trainiert werden können. In den erworbenen fachlichen wie auch überfachlichen Kompetenzen jetzt auch junge Berufsanfänger zu schulen, darum ersuchte Präsident Werring die Qualifizierten ganz besonders.
Gemeinsam mit den jeweiligen Prüfungsausschussvorsitzenden gaben die Ehrengäste die Meisterbriefe und Agrarbetriebswirturkunden samt der Zeugnisse aus. Der klassische Händedruck dazu musste in diesem Jahr pandemiebedingt unterbleiben. Gleichfalls gab es in diesem Jahr wieder einen Preis des Fördervereins für den jeweils von der Klasse bestimmten „sozialsten Schüler“, der oder die sich für die Klassengemeinschaft besonders engagiert hatte. Eine Zeichnung von Armin Müller-Stahl in nummerierter Auflage war Zeichen der Anerkennung.
Anschließend tauschten die früheren Klassenmitglieder sich noch eine Weile aus, auf Einladung der Ehemaligenvereinigung, bevor die kleine Feierlichkeit zu Ende ging. (Quelle: Fachschule Essen der Landwirtschaftskammer NRW)

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