Michael Succow feiert 85. Geburtstag

Am 21. April feierte Prof. Dr. Michael Succow seinen 85. Geburtstag. Im Potsdamer Haus der Natur wurde sein außergewöhnliches Lebenswerk im Rahmen einer Festveranstaltung mit rund 170 Gästen gewürdigt.

Michael Succow feiert seinen 85. Geburtstag. Foto: © Annett Melzer.

Zu den Gästen zählten unter anderem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Naturschutz, darunter Matthias Platzeck, Ministerpräsident a. D., Steffi Lemke, Bundesumweltministerin a. D., Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie weitere Wegbegleiterinnen und -begleiter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Umweltpolitik.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Ehren-Naturschutzpreises des Landes Brandenburg an Michael Succow durch Umweltministerin Mittelstädt, die damit sein herausragendes Lebenswerk für den Naturschutz im Land und weit darüber hinaus würdigt.

Auch die von ihm gegründete Michael Succow Stiftung war vor Ort und gratulierte ihrem Stifter herzlich zu diesem besonderen Anlass.

„Michael Succow hat mit seinem Denken und Handeln Generationen geprägt und auch uns als Stiftung. Sein unermüdlicher Einsatz für Landschaften, Moore und eine zukunftsfähige Landnutzung ist uns Auftrag und Ansporn zugleich“, sagt Geschäftsführer Jan Peters. „Wir sind ihm zutiefst dankbar für seine Vision und sein Vertrauen in uns, diese in der Stiftungsarbeit wirkungsvoll weiterzutragen.“

„Als Tochter und als Stiftungsratsvorsitzende erlebe ich täglich, wie sehr die Ideen meines Vaters weiterwirken, in Projekten, in Landschaften oder in den Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Sein Denken, Natur und Nutzung zusammenzubringen, ist heute aktueller denn je und gibt wichtige Impulse für die Fragen unserer Zeit“, ergänzt Kathrin Succow.

Vom Bauernsohn zum Wegbereiter des Naturschutzes

Michael Succow wurde 1941 in Lüdersdorf in Ostbrandenburg geboren. Früh entwickelte er eine enge Verbindung zur Natur. Diese war geprägt durch das Aufwachsen auf einem Bauernhof und intensive Naturbeobachtungen, die er bereits als Jugendlicher dokumentierte.

Als Wissenschaftler und engagierter Naturschützer setzte er sich über Jahrzehnte für den Erhalt von Landschaften und Ökosystemen auch unter schwierigen politischen Bedingungen ein.

Eine historische Leistung gelang ihm 1990 als stellvertretender Umweltminister der DDR: Mit dem sogenannten Nationalparkprogramm stellte er gemeinsam mit Weggefährtinnen und Weggefährten rund 12% des DDR-Territoriums unter Schutz. Damit wurde die Grundlage für zahlreiche heutige Nationalparke, UNESCO-Biosphärenreservate und Naturparke geschaffen. Für dieses Engagement erhielt er 1997 den Alternativen Nobelpreis. Mit dem Preisgeld gründete er 1999 die Michael Succow Stiftung.

Seine bewegte Lebensgeschichte ist geprägt von wissenschaftlicher Neugier, politischem Engagement und einem tiefen Verantwortungsgefühl für die Natur. Dies schildert er eindrücklich in seiner gerade erschienenen Biografie „Das Abenteuer des Lebens“ (gemeinsam mit Christiane Grefe).

Brandenburg als prägende Landschaft

Eng verbunden ist Michael Succow bis heute mit Brandenburg. Die Landschaften seiner Kindheit und Jugend haben sein Denken maßgeblich geprägt, ebenso wie sein Engagement für Großschutzgebiete wie die Biosphärenreservate Schorfheide-Chorin und Spreewald oder den Nationalpark Unteres Odertal. Die Eigentumsflächen der Succow Stiftung im Nationalen Naturerbe „Bollwintal“ und „Sernitzniederung“ befinden sich ebenso in Brandenburg.

Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels, etwa durch Dürren und Waldbrände, betont Succow immer wieder die zentrale Rolle von Wasser und einer zukunftsfähigen Landnutzung. Sein Leitsatz ist „Boden gut, alles gut.“

Stiftung vor Ort, um das Engagement sichtbar zu machen

Im Rahmen der Geburtstagsfeier war die Michael Succow Stiftung gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum und der Universität Greifswald mit einem Infostand vertreten. Ein besonderes Element war ein interaktives Glücksrad mit Fragen zum Leben und Wirken von Michael Succow. Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, sich auf spielerische Weise mit zentralen Stationen seines Wirkens und aktuellen Themen des Natur- und Moorschutzes auseinanderzusetzen.

Geburtstagswunsch im Sinne des Stifters

Wer Michael Succow zum Geburtstag etwas schenken möchte, konnte dies ganz im Sinne seines Lebenswerks tun. Mit einer Spende für das Projekt „Moorbotschafter*in“ wird genau das gestärkt, was ihm besonders am Herzen liegt: Wissen teilen, Dialog fördern und konkrete Lösungen für den Schutz von Mooren und Landschaften voranbringen.

So stand der 85. Geburtstag von Michael Succow nicht nur für ein beeindruckendes Lebenswerk, sondern auch für den gemeinsamen Auftrag, Natur und Landschaften zukunftsfähig zu gestalten.

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Michael Succow feiert 85. Geburtstag

Am 21. April feierte Prof. Dr. Michael Succow seinen 85. Geburtstag. Im Potsdamer Haus der Natur wurde sein außergewöhnliches Lebenswerk im Rahmen einer Festveranstaltung mit rund 170 Gästen gewürdigt.

Michael Succow feiert seinen 85. Geburtstag. Foto: © Annett Melzer.

Zu den Gästen zählten unter anderem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Naturschutz, darunter Matthias Platzeck, Ministerpräsident a. D., Steffi Lemke, Bundesumweltministerin a. D., Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie weitere Wegbegleiterinnen und -begleiter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Umweltpolitik.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Ehren-Naturschutzpreises des Landes Brandenburg an Michael Succow durch Umweltministerin Mittelstädt, die damit sein herausragendes Lebenswerk für den Naturschutz im Land und weit darüber hinaus würdigt.

Auch die von ihm gegründete Michael Succow Stiftung war vor Ort und gratulierte ihrem Stifter herzlich zu diesem besonderen Anlass.

„Michael Succow hat mit seinem Denken und Handeln Generationen geprägt und auch uns als Stiftung. Sein unermüdlicher Einsatz für Landschaften, Moore und eine zukunftsfähige Landnutzung ist uns Auftrag und Ansporn zugleich“, sagt Geschäftsführer Jan Peters. „Wir sind ihm zutiefst dankbar für seine Vision und sein Vertrauen in uns, diese in der Stiftungsarbeit wirkungsvoll weiterzutragen.“

„Als Tochter und als Stiftungsratsvorsitzende erlebe ich täglich, wie sehr die Ideen meines Vaters weiterwirken, in Projekten, in Landschaften oder in den Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Sein Denken, Natur und Nutzung zusammenzubringen, ist heute aktueller denn je und gibt wichtige Impulse für die Fragen unserer Zeit“, ergänzt Kathrin Succow.

Vom Bauernsohn zum Wegbereiter des Naturschutzes

Michael Succow wurde 1941 in Lüdersdorf in Ostbrandenburg geboren. Früh entwickelte er eine enge Verbindung zur Natur. Diese war geprägt durch das Aufwachsen auf einem Bauernhof und intensive Naturbeobachtungen, die er bereits als Jugendlicher dokumentierte.

Als Wissenschaftler und engagierter Naturschützer setzte er sich über Jahrzehnte für den Erhalt von Landschaften und Ökosystemen auch unter schwierigen politischen Bedingungen ein.

Eine historische Leistung gelang ihm 1990 als stellvertretender Umweltminister der DDR: Mit dem sogenannten Nationalparkprogramm stellte er gemeinsam mit Weggefährtinnen und Weggefährten rund 12% des DDR-Territoriums unter Schutz. Damit wurde die Grundlage für zahlreiche heutige Nationalparke, UNESCO-Biosphärenreservate und Naturparke geschaffen. Für dieses Engagement erhielt er 1997 den Alternativen Nobelpreis. Mit dem Preisgeld gründete er 1999 die Michael Succow Stiftung.

Seine bewegte Lebensgeschichte ist geprägt von wissenschaftlicher Neugier, politischem Engagement und einem tiefen Verantwortungsgefühl für die Natur. Dies schildert er eindrücklich in seiner gerade erschienenen Biografie „Das Abenteuer des Lebens“ (gemeinsam mit Christiane Grefe).

Brandenburg als prägende Landschaft

Eng verbunden ist Michael Succow bis heute mit Brandenburg. Die Landschaften seiner Kindheit und Jugend haben sein Denken maßgeblich geprägt, ebenso wie sein Engagement für Großschutzgebiete wie die Biosphärenreservate Schorfheide-Chorin und Spreewald oder den Nationalpark Unteres Odertal. Die Eigentumsflächen der Succow Stiftung im Nationalen Naturerbe „Bollwintal“ und „Sernitzniederung“ befinden sich ebenso in Brandenburg.

Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels, etwa durch Dürren und Waldbrände, betont Succow immer wieder die zentrale Rolle von Wasser und einer zukunftsfähigen Landnutzung. Sein Leitsatz ist „Boden gut, alles gut.“

Stiftung vor Ort, um das Engagement sichtbar zu machen

Im Rahmen der Geburtstagsfeier war die Michael Succow Stiftung gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum und der Universität Greifswald mit einem Infostand vertreten. Ein besonderes Element war ein interaktives Glücksrad mit Fragen zum Leben und Wirken von Michael Succow. Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, sich auf spielerische Weise mit zentralen Stationen seines Wirkens und aktuellen Themen des Natur- und Moorschutzes auseinanderzusetzen.

Geburtstagswunsch im Sinne des Stifters

Wer Michael Succow zum Geburtstag etwas schenken möchte, konnte dies ganz im Sinne seines Lebenswerks tun. Mit einer Spende für das Projekt „Moorbotschafter*in“ wird genau das gestärkt, was ihm besonders am Herzen liegt: Wissen teilen, Dialog fördern und konkrete Lösungen für den Schutz von Mooren und Landschaften voranbringen.

So stand der 85. Geburtstag von Michael Succow nicht nur für ein beeindruckendes Lebenswerk, sondern auch für den gemeinsamen Auftrag, Natur und Landschaften zukunftsfähig zu gestalten.

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