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Stiftung für Mensch und Umwelt: Erster Berliner PikoPark ausgezeichnet
Die österreichische Bewegung „Natur im Garten" kürt alle zwei Jahre besondere gärtnerische Leistungen, die gleichzeitig höchsten ökologischen Ansprüchen genügen. In diesem Jahr wählte sie den ersten Berliner PikoPark als ein Siegerprojekt aus. Die ca. 300 Quadratmeter große naturnahe Grünfläche entstand in Kooperation der Stiftung für Mensch und Umwelt mit der Baugenossenschaft „Freie Scholle" zu Berlin eG. Das Konzept zeigt, wie leicht wir Stadtnatur in Wohnquartiere bringen und die biologische Vielfalt fördern können.
In diversen Wohnquartieren lassen sich biodiverse, nachhaltige und klimaresiliente Flächen – piccolo – mit heimischen Pflanzen und wohnraumfördernden Gartenstrukturen realisieren. Nach diesem Grundsatz hat das Naturgarten-Team der Berliner Stiftung für Mensch und Umwelt bereits fünf PikoParks geschaffen, immer in Zusammenarbeit mit mutigen Wohnungsbaugenossenschaften. „Das Konzept zum Grünflächentyp ‚PikoPark' hat der Wissenschaftsladen Bonn entwickelt und in Nordrhein-Westfalen realisiert. Wir haben es nach Berlin geholt und damit ödes Grün auf halböffentlichen Flächen in Blühoasen verwandelt", so Dr. Corinna Hölzer, Gründerin und Leiterin der Stiftung für Mensch und Umwelt.
Als Gewinnerprojekt in der Kategorie 3 „Gärten für BesucherInnen mit dem Schwerpunkt der Sensibilisierung von Menschen für mehr Biodiversität und ökologischen Gärtnern" hat der erste Berliner PikoPark im genossenschaftlichen Schollenhof einiges zu bieten. Zu erkunden gibt es insgesamt 80 Meter Trockenmauer aus Sandsteinen, Sand- und Kalkmagerbeete, einen Käferkeller, stehendes und liegendes Totholz, mehrere Wildbienennisthilfen sowie zahlreiche farbige Infotafeln. Das Naturgarten-Team der Stiftung für Mensch und Umwelt legte zudem großen Wert darauf, die Mieterschaft bei der Umgestaltung mit einzubeziehen. Hierzu nutzte es Hauswurfsendungen sowie Einladungen zu einer gemeinsamen Pflanzaktion und zur Einweihungsfeier. „Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir den richtigen Weg gegangen sind. Ich kann alle Entscheidungsträger*innen aus dem Wohnungsbau nur ermutigen, dem naturnahen Trend im Wohnquartier zu folgen. Es ist ein beidseitiger Gewinn – für die Biodiversität und die Mieterschaft", freut sich Stephan Greiner-Petter, kaufmännischer Vorstand der Baugenossenschaft „Freie Scholle" zu Berlin eG.

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